
War es die zu erwartende Niederlage gegen Tabellenführer Fortuna Düsseldorf? Eigentlich nicht! Denn was die Veilchen an Chancen liegen ließen, war schon nicht mehr feierlich - aber bekannt aus der Hinrunde. Aufgrund jener Nichtverwertung einiger hundertprozentiger Möglichkeiten ging die 550 kilometerlange Rückfahrt ins Erzgebirge ohne einen Zähler im Gepäck sehr müßig voran. Aue hielt hervorragend mit, “hat uns alles abverlangt”, wie Düsseldorfs Coach Friedhelm Funkel feststellte. “Der FC Erzgebirge hat taktisch sehr gut gespielt, uns mit Ballsicherheit und seinem Positionsspiel vor Probleme gestellt.” Doch kaufen kannst du dir dafür nichts. Es fehlt einfach die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die der Gastgeber in der 30. Minute eben zeigte: Nach einer gewissen Unordnung in der Auer Defensive flipperte die Kugel durch den Sechzehner, wo Raman mit einem Lupfer Keeper Martin Männel, der sicherlich in seinem 300. Liga-Punktspiel eine Weiße Weste haben wollte, zum ersten Mal überwand. Zuvor brauchte Cebio Soukou (7.) in aussichtsreicher Position zu lange für den Abschluss und keine Zeigerumdrehung später war Pascal Köpke an der Strafraumkante völlig frei, zog sofort ab, fand seinen Meister aber in Fortuna-Torwart Wolf, der in der 23. Minute gegen seinen eigenen Kapitän Bodzek, weil dieser bei einer missglückten Abwehraktion den Ball Richtung eigenes Tor gedroschen hatte, klären musste.
Kurz vor und nach der Pause agierte die Fortuna souveräner, offenbarten dennoch in der Defensive einige Schwächen, die Aues Neuzugang Ridge Munsy ausnutzte. Der zur Pause für Dimitrij Nazarov eingewechselte Stürmer belebte sichtbar die Offensivbemühungen und verwertete nach einer flachen Soukou-Hereingabe den Klärungsversuch von Bodzek mit der Hand zum Ausgleich (63.). Allerdings währte die Freude im Gästeblock nur kurz. Stürmer Cebio Soukou grätschte in der 69. Minute allzu naiv von hinten in Neuhaus hinein, Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte sofort auf den ominösen Punkt. Hennings verwandelte den Strafstoß für die nun die beste Heimmannschaft der Liga eiskalt zum 2:1-Endstand, da Pascal Köpke es irgendwie schaffte, nach starker Vorarbeit von Ridge Munsy den Ball aus kürzester Distanz über das leere Tor zu bugsieren (79.). Für die Veilchen heißt es nun am Sonntag zu Hause gegen Eintracht Braunschweig den ersten Dreier im neuen Jahr zu holen.
Spielbericht
Noch keine Kommentare