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FC Erzgebirge Aue - MSV Duisburg 'Noch alles in eigener Hand'

Selbstkritisch müssen sich die lila-weißen Akteure mit der fünften Heimniederlage der Saison auseinandersetzen. Dass an dem Sonntagnachmittag auch viele Nebengeräusche, wie die abenteuerliche Schiedsrichterleistung, den Versuch Dominik Wydra auf der Sechserposition zu integrieren sowie der frühzeitige Ausfall von Dennis Kempe, stark ins Gewicht fallen, ist nicht zu bestreiten. Aber solche Spiele kommen halt immer wieder vor und man kann dem nur mit einer ordentlichen Portion Leidenschaft und Mut entgegenwirken. Doch wie zuletzt gegen Bielefeld zeigte die Elf von Hannes Drews nicht die beste Tagesform, um es mal höflich auszudrücken. Man könnte meinen, bei einigen Spielern ist der Klassenerhalt schon in den Köpfen abgehakt und leisten dementsprechend auch nur noch das Minimalste, sodass eben wieder paar Prozente fehlten. Erst nach dem sehenswerten Anschlusstreffer von Dimitrij Nazarov (83.) war die Wismut-Mentalität auf dem Platz zurück, um das Unvermeidliche doch noch irgendwie abzuwenden. Die Hoffnung hielt allerdings nur acht Minuten. Da zeigte Schiedsrichter Lasse Koslowski, als Philipp Riese Stoppelkamp von hinten in die Beine grätschte, ein zweites Mal auf den Punkt und Wolze lupfte die Kugel abermals mittig ins Tor zum 1:3-Endstand (90.+1) aus Auer Sicht. Ein Déjà-vu-Erlebnis für Keeper Martin Männel, der bereits in der 56. Minute beim ersten verwandelten Elfmeter von Wolze nicht viel machen konnte. Es war die Schlüsselszene im Spiel. Ein eigentlich normales Laufduell zwischen Calogero Rizzuto und Oliveira Souza endete nach Flugeinlage des Duisburgers in einem Strafstoßpfiff und der zehnten Gelben Karte für Aues Flügelflitzer.
Das Geschenk wurde dankbar von den Gästen angenommen und auch gleich vergoldet. Stoppelkamp verlängerte einen Schnellhardt-Eckball zu Tashchy, der völlig unbedrängt per Kopf auf 2:0 stellte (64.). Wenn man die erste Halbzeit hernimmt, wohl auch verdient. Nicht weil der MSV, der mit einer Hypothek von sechs sieglosen Spielen ins Erzgebirge gereist war, die Verunsicherung zu Beginn an anzumerken war, sondern vielmehr, weil der FCE aus der anfänglichen Überlegenheit kein Kapital schlagen konnte und das offensive Risiko scheute. So plätscherte die Partie vor 11.950 Zuschauern ohne Torraumszenen, aber zahlreichen Eckbällen vor sich hin. Erst nach einer halben Stunde sorgten zwei frühe Wechsel für viel Gesprächsstoff und eine gewisse Regsamkeit auf den Rängen. Zunächst machte Hannes Drews seine taktische Änderung wieder rückgängig und brachte Philipp Riese, der zeitnah seine fünfte Gelbe Karte sah, für Bauernopfer Dominik Wydra (31.). Kurz darauf musste Dennis Kempe, der nach einem Schlag auf den Hinterkopf mit Schwindel und Sehproblemen zu kämpfen hatte, passen - für ihn kam John-Patrick Strauß in die Partie. Am Spielgeschehen änderte sich nichts, was sich im zweiten Durchgang zunächst fortsetzte, dann aber in der 55. Minute in eine bestimmte Richtung abdriftete. Für den FCE ist das bereits die zweite Niederlage in Serie, wodurch die Veilchen auf Platz 13 abgerutscht sind und nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz 16 haben. Am kommenden Freitag folgt das Auswärtsspiel beim VfL Bochum, da hat man erneut alles in der eigenen Hand. Noch!

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