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Karlsruher SC - FC Erzgebirge Aue 'Torloses Taktik-Geplänkel'

Es war wahrlich kein Augenschmaus für Freunde des runden Leders. Die gut 25.900 Zuschauer im Wildparkstadion und die zig Interessenten an den TV-Geräten sowie Großleinwänden beim public viewing sahen ein mageres 0:0, womit beide Trainer aber leben können, insgeheim sich aber mehr erhofft haben. “Zufrieden wäre ich gewesen, wenn wir gewonnen hätten”, sagte FCE-Coach Hannes Drews, “aber wenn das Spiel so läuft wie heute, kann man das gut mitnehmen. Das Ergebnis ist in Ordnung.” Taktische Überraschungen gab es nicht, hinten gut stehen und vorne hilft der liebe Fußball-Gott. Nach einer forschen Anfangsviertelstunde der Hausherren scheuten die 22 Akteure dann das Risiko in Konter zu laufen und waren durchweg auf Sicherheit bedacht. Aus der Reserve locken ließ sich die mit 29 Gegentoren die beste Abwehr der Dritten Liga gegen den schlechtesten Angriff der 2. Bundesliga jedenfalls nicht. Vieles war Stückwerk, flüssige Kombinationen hatten Seltenheitswert. In der 18. Minute wäre daher auch ein Tor quasi aus dem Nichts gefallen, als der von Nicolai Rapp mit der Hacke verlängerte Riese-Freistoß Dennis Kempe fand und dieser mit einem sehenswerten Fallrückzieher nur knapp das Karlsruher Gehäuse verfehlte.
Ansonsten gaben einzig die jeweiligen Fangruppen ihr Bestes, die lange auf den nächsten Hochkaräter warten mussten. Dieser gehörte aber erneut den Veilchen: Sören Bertram nahm sich in der 55. Spielminute ein Herz, drippelte sich durch die halbe KSC-Abwehr und fand dann aber im Karlsruher Schlussmann Uphoff mit einem nicht allzu platzierten Schrägschuss seinen Meister. Der 26-jährige Linksaußen versuchte zehn Minuten vor dem Ende erneut sein Glück im Torabschluss, scheiterte jedoch aus gut 20 Metern erneut am KSC-Keeper (80.). Dazwischen wurde zu den teils sehr verbissen geführten Zweikämpfe, auch viel geschauspielert. Das wichtigste aber, einen entscheidender Treffer zu markieren, gelang niemanden mehr. Nun muss es das Rückspiel am Dienstag vor heimischer Kulisse richten, in dem Calogero Rizzuto definitiv fehlen wird. Der Rechtsverteidiger zog sich in der 42. Spielminute einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu und kann nur noch als Zuschauer die Daumen drücken. Tore wird er dann aber auf jeden Fall sehen, wenn es auch erst im Elfmeterschießen sein wird.

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