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SpVgg Greuther Fürth - FC Erzgebirge Aue 'Auswärtsfinale erfolgreich abgeschlossen'

Die Veilchen wollten nicht nur nach dem dritten Auswärtsdreier im Jahr 2018 lechzen, nein, sie haben das Vorhaben eindrucksvoll umgesetzt. Mit dem höchsten Auswärtssieg in der FCE-Zweitligageschichte schoss man die saisonübergreifend neun Ligaheimspiele ungeschlagenen Fürther mit 5:0 förmlich aus ihrem eigenen Sportpark. Es war ein Tag, da passte aber auch einfach alles für die Auer. Mit drei Veränderungen in der Startelf wartete die Meyer-Elf im 25. Duell gegen die Fürther nicht ab, sondern begann überlegen, verzeichnete einige gute Aktionen durch Florian Krüger (4./14.) sowie Jan Hochscheidt (11.) und bekam reichlich Eckbälle zugesprochen. Nach dem Siebenten zappelte die Kugel endlich nach zuvor 108 Fehlversuchen im Netz. Einen Kopfball-Aufsetzer von Malcolm Cacutalua grätsche Florian Krüger aus Nahdistanz zu seinem ersten Profi-Tor seiner Karriere über die Linie (28.). Nimmt man die Relegationsspiele und die DFB-Pokalpartie hinzu, brauchte Aue 126 Anläufe, um das Spielgerät seit dem 19. März 2018 nach einer Ecke wieder im Tor unterzubringen. Damals hieß der Gegner ebenfalls Fürth! Nun egal, der Zählerstand wurde auf Null zurückgesetzt.
Aber die Kleeblätter zeigten erstmals Biss, machten vor 9.305 Zuschauern viel Druck und schnürten die Lila-Weißen in der eigenen Hälfte ein. Bis auf einen Schuss ans Außennetz von Ernst (35.) stand die Auer Defensive trotz frühzeitigem Wechsel (Fabian Kalig für den verletzten Nicolai Rapp) jedoch sehr sicher. Nach dem Pausentee gingen die Veilchen dann auch noch äußerst effektiv mit den ihr bietenden Chancen um. Die erste Ecke nach Wiederanpfiff köpfte der völlig blanke Pascal Testroet zum 2:0 in die Maschen (47.). Dann holte Jan Hochscheidt die Richtschnur aus der Tasche und schweißte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld direkt und sehenswert in den langen Winkel (69.). Unglaublich. Die Sache war durch, der Torhunger aber noch nicht gestillt. So trug sich der eingewechselte Emmanuel Iyoha gleichfalls überragend in die Torschützenliste ein: Ein Übersteiger, Maß genommen und aus gut 20 Metern das vierte Tor versenkt (85.). Drei Minuten später holte Maloca Jan Hochscheidt im Strafraum von den Beinen, den fälligen Foulelfmeter konnte Fürths Keeper Burchert noch an den Pfosten lenken, im Nachsetzen köpfte Robert Herrmann die Kugel zum 5:0-Endstand aber doch in die Maschen. Nach vier sieglosen Spielen war dieser Dreier ein echter Befreiungsschlag. Wenn am kommenden Sonntag vor heimischer Kulisse auch noch Darmstadt geschlagen werden kann, dann stehen 21 Punkte in der Hinserie zu Buche - der besinnlichen Adventsruhe würde es zu Gute kommen.

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