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FC St. Pauli - FC Erzgebirge Aue 'Ein Dreier beim Lieblingsgegner'

Während die Veilchen am vergangenen Spieltag die zweite Niederlage gegen Ingolstadt in dieser Saison hinnehmen mussten, drehten die Bedröppelten gestern am Millerntor den Spieß um und gewannen nach dem 3:1-Erfolg im Hinspiel nun auch 2:1 bei den Braun-Weißen. Es war der erste Sieg der Veilchen im dritten Spiel des Kalenderjahres 2019 überhaupt. Zudem konnte ein Rückstand zum dritten Mal in dieser Spielzeit in die volle Punktzahl umgewandelt werden. Allerdings sah es nach einer Viertelstunde nicht so aus, überhaupt etwas Zählbares aus Hamburg mitzunehmen. Nach der vergebenen Möglichkeit von Emmanuel Iyoha, der seinen Meister in Paulis Torhüter Himmelmann fand (9.), zappelte der Ball auf der Gegenseite im Netz. Buchtmann erzielte aus acht Metern nach starker Vorarbeit von Möller Daehli früh die Führung für die Hausherren. Dies hätte sich gerne Coach Daniel Meyer als Brustlöser für sein eigenes Team gewünscht. Doch gerade jener Gegentreffer bewirkte das selbige. Auf einmal spielten die Veilchen frech auf, erwiesen sich als würdig - so wie es auf dem gezeigten Banner im mit gut 1.800 Mann besetzten Gästeblock zu Spielbeginn zu lesen war. Und dementsprechend hat sich das Blatt ab der 20. Minute plötzlich gewendet. Aue hatte mehr vom Spiel, kam richtig in Fahrt und folglich auch verdient zum Ausgleich. Nach einer butterweichen Iyoha-Flanke landete der erste Versuch von Jan Hochscheidt noch an der Unterkante der Latte, doch den Rebound nutzte der gedankenschnelle Mittelfeldspieler erneut mit dem Kopf zum 1:1 (29.).
Nach dem Ausgleich blieb St. Pauli harmlos, bis zur Halbzeit standen 10:4-Torschüsse zugunsten von Aue in der Statistik. Allerdings nur ein 1:1 an der Anzeigetafel, was sich aber nach der Pause schnell änderte: Über Filip Kusic sowie Pascal Testroet lief der Ball schnörkellos zu Jan Hochscheidt und Emmanuel Iyoha, die mit einer souveränen Doppelpass-Kombination die Abwehr der Kiezkicker durcheinander wirbelten und der Torschütze zum Ausgleich auch noch sensationell per linker Volleyabnahme aus vierzehn Metern ins lange Eck zum 2:1 vollendete (49.). Endgeil, aber noch lange nicht durch. Denn die Kauczinski-Elf hatte ordentlich Wut im Bauch und der komplette, mit gelbbelastete Dreier-Abwehrriegel der Veilchen war im Dauereinsatz. Entlastung gab es kaum noch. Trotz allem wäre fast das dritte Tor für die Veilchen gefallen, als nach der ersten und einzigen Auer Ecke die Querlatte für Pascal Testroets vermeintlichen Kopfballtreffer im Weg stand (87.). Es wäre die Entscheidung gewesen. So gab es fünf hektische Minuten obendrauf, die mit viel Tamtam im FCE-Strafraum dann doch schadlos überstanden wurde und schlussendlich ein weiterer Dreier beim Lieblingsgegner zu Buche stand.

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