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FC Erzgebirge Aue - VfL Bochum 'Lucky Punch in der 94. Minute'

Das Gute zuerst: Die drei Punkte bleiben im Schacht. Mit einem späten 3:2-Erfolg bezwang man vor 10.150 Zuschauer im heimischen Erzgebirgsstadion den VfL Bochum, holte damit den sechsten Heimsieg in dieser Saison und rangiert nun mit sechs Zählern Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz, den Magdeburg inne hat. Dass es am Ende nochmal spannend wird, konnte man nach einer 2:0-Führung kaum erahnen. Bereits nach sechs Minuten zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz des Gegners. Ein weiter Schlag wurde von Pascal Testroet artistisch in den Lauf von Philipp Zulechner gelegt, der Baumgartner mit einer Finte ins Leere laufen ließ und dann aus 17 Metern mit einem platzierten Linksschuss vollendete. Es war sein viertes Saisontor bei nur 209 Spielminuten. Wahnsinn und bitter zugleich, denn immer wieder kam der Winterneuzugang nur zu Kurzeinsätzen, musste auch in der Partie gegen Bochum nach 23 Minuten runter vom Platz - die Leiste zwickte. An der Dominanz von Aue hatte sich aber (noch) nichts geändert. Immer wieder lauerten die Hausherren auf Fehler und Nachlässigkeiten der Dutt-Elf und nutzten jene Schludereien in der 38. Minute auch eiskalt aus. So behauptete Jan Hochscheidt auf Höhe der Mittellinie gegen Tesche die Kugel, die per Hacke den Weg zu Pascal Testroet fand. Nach paar Metern setzte der Toptorschütze zum Schuss an, Keeper Riemann patzte, und es stand ein 2:0 an der Anzeigetafel.
Es war leider nur eine schöne Momentaufnahme, denn der VfL zeigte Moral und kam kurz vor der Pause mit Hinterseers Kopfballtreffer zum Anschluss. Direkt nach Wiederanpfiff setzte der quirlige Lee einen Distanzschuss an die Latte und so allmählich verloren die Veilchen ihr Konzept. Vieles blieb danach Stückwerk, beide Mannschaften waren bemüht, aber auch etwas wild. Das Ganze erinnerte stark an das vergangene Auswärtsspiel in Hamburg, wo Aue gute Kontermöglichkeiten einfach unsauber zu Ende spielte. So fehlte heuer Emmanuel Iyoha nach Pascal Testroets missglücktem Fallrückzieher die Genauigkeit (66.) und wenig später agierten erneut Emmanuel Iyoha (73.) und Jan Hochscheidt (76.) zu fahrig. Wie es besser geht, zeigte leider der Gast direkt im Anschluss. Eine Flanke von Bandowski landete bei Ganvoula, der per Kopf zum 2:2 traf und nochmal Spannung in die Partie brachte. Denn abgehakt war die Szenerie damit noch nicht, Bochum wollte mehr. Doch das Glück des Tüchtigen lag auf unserer Seite: Hoogland zerrte Emmanuel Iyhoa zu Boden, Schiedsrichter Benedikt Kempkes verlegte den Ort des Geschehens in den Strafraum und gab Foulelfmeter. Der eingewechselte Dimitrij Nazarov trat an und verwandelte eiskalt in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 3:2 für den FCE. Direkt danach waren das Spiel beendet und die drei Punkte im Schacht. Im nun kommenden Auswärtsspiel in Regensburg kann bei entsprechenden Ergebnissen der anderen Kellerkinder vorzeitig der Deckel auf den Klassenerhalt gemacht werden oder anders gesagt: ‘de besten Zeiten zinne wieder auf...’.

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