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Wacker Nordhausen - FC Erzgebirge Aue 'Fast gestolpert'

Das DFB-Pokalspiel beim Regionalligisten Wacker Nordhausen hatte wieder alles, was den Fußball eigentlich auch ausmacht, geboten: ein nostalgisches Stadion, Choreo und Rauch, einen Platzverweis, Tore satt und vor allem der Sieg der Unsrigen. Die Veilchen sind ihrer Favoritenrolle (spät) gerecht geworden und haben sich in ihrer 20. DFB-Pokal-Teilnahme in der ersten Runde durchgesetzt. Dazu hat es aber einen Wachrüttler gebraucht, denn die Hausherren, die alles Möglichste versucht haben, ein guter Gastgeber zu sein, wollten den markanten Worten ihres Präsidenten Nico Kleofas auch auf dem Rasen beipflichten. Und so kamen die komplett in weiß spielenden Auer zunächst mit dem sofortigen Anrennen der Wacker-Elf überhaupt nicht zu Recht. Die Quittung folgte in der 22. Minute, als Mickels den Nordhäusern die Führung bescherte. Nur drei Minuten später musste die Mannschaft von Daniel Meyer den nächsten Nackenschlag verkraften. Abwehrchef Sören Gonther hatte sich bei einem Zweikampf gegen Kammlott am unteren Rücken gezerrt, nach kurzem Weiterspielen war ein Wechsel mit Fabian Kalig aber unumgänglich. Die Reaktion auf diesen durchaus schwierigen Start war sensationell, aber auch erwartbar. Erst wurde Tom Baumgarts Schuss im Sechzehnmeterraum geblockt, zwei Minuten später machte er es besser und zog zum 1:1 ab (38.).
Nach dem Seitenwechsel folgte ein kurzes Aufbäumen von Nordhausen, welches in der 57. Minute mit der Auer Führung eindrucksvoll gestoppt wurde. Clemens Fandrich setzte sich an der Eckfahne durch, flankte nach innen und fand den frei stehenden Jan Hochscheidt, der unbedrängt zur Führung einköpfte. Der Wille der Wackeren war gebrochen, auch weil sich Nordhausen selbst schwächte. In der 74. Minute sah FSV-Kapitän Becker nach erneutem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Aue legte in Form von zwei weiteren Treffern noch eine Schippe drauf. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff flankte der eingewechselte Florian Krüger mit viel Übersicht auf den Kopf von Pascal Testroet, der zum 3:1 traf. Vier Minuten später war es erneut der Stürmer, der aus kurzer Distanz den Endstand vor 4.347 Zuschauern besorgte. Gerade diese Zahl der Schaulustigen verwundert dann doch. Fand man im Gästeblock noch große Lücken vor, die locker von 300 weiteren Schlachtenbummler hätte gefüllt werden können, so gab es auf der gut besuchten Heimseite sichtbar keinen Platz mehr im mit rund 8.000 Zuschauer fassenden Albert-Kuntz-Sportpark. Nun auch egal: Drei Spiele, drei Siege sowie das achte Weiterkommen in die zweite Runde.

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