
Mit zwei Siegen im Rücken brach die Mannschaft von RWE-Trainer Hörgl selbstbewusst ins Erzgebirge auf und musste sich vor 10.500 Zuschauern gegen eine kämpferische Auer Mannschaft vor allem in Halbzeit eins geschlagen geben. Die Veilchen hingegen setzten mit diesem 2:0-Heimerfolg ihre Siegesserie fort und schnuppern mit den punktgleichen Offenbachern bereits Morgenluft. Der Platz an der Sonne ist nur noch durch eine schlechtere Tordifferenz leicht vernebelt. Nicht der Nebel sondern Regen machte den 22 Akteuren auf dem tiefen Grün zu schaffen, mit dem die Hausherren zunächst besser klar kamen. So sorgte Alban Ramaj neun Minuten nach dem Anpfiff für das 1:0, als er eine Hereingabe von Najeh Braham per Kopf verwandelte. Die zahlreichen lila-weißen Anhänger kamen auch weiterhin auf ihre Kosten. Denn ihre Farben dominierten mit starkem Fußball über weite Strecken das Geschehen und erspielten sich mehr Torchancen. Leider verpassten Marc Hensel (22.) sowie Sebastian Glasner (32.), der kurzerhand für den Verletzten Nico Klotz in die Startelf rückte, die hauchdünne Führung vor dem Seitenwechsel auszubauen.
Nach Wiederanpfiff das gleiche Bild und die unveränderte mangelnde Chancenverwertung. Pierre le Beau hatte dabei die beste Möglichkeit zum 2:0, scheiterte aber erst an der vielbeinigen Erfurter Abwehr und im Anschluss hämmerte er den Ball statt ins über das Gehäuse (54.). Die Thüringer zeigten sich danach kampfstark und suchten ihr Glück über Konter und Fernschüsse. Doch die Durchschlagskraft aller Rot-Weißen Bemühungen verpuffte zunehmend. In der 83. Minute wurde das nun immer mehr zitternde Auer Publikum endlich erlöst. Jan Hochscheidt ließ RWE-Keeper Orlishausen keine Chance, als er einen langen Ball von Thomas Paulus trocken über den Schlussmann ins lange Eck zum 2:0-Endstand hob. Am Ende doch ein verdienter Sieg für den FC Erzgebirge, der in den entscheidenden Momenten einfach cleverer agierte.
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