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FC Erzgebirge Aue - Dynamo Dresden 'Lila-Weiß verteilt Geschenke'

Leere Ränge! Blöde Niederlage! Aber ein letztes Glück Auf, Ric! (Quelle: Nicol Rudolph)
Leere Ränge! Blöde Niederlage! Aber ein letztes Glück Auf, Ric! (Quelle: Nicol Rudolph)
Das für beide Vereine so wichtige 105. Aufeinandertreffen haben leider nicht die Veilchen für sich entscheiden können. Mit 0:1 verlor der FCE zum Hinrunden-Abschluss sein drittes Spiel in Folge. Nach der Pleite gegen Darmstadt und in Bremen brennt der Weihnachtsbaum im Erzgebirge nun lichterloh. Dabei waren die Gäste aus der Landeshauptstadt, die seit sechs Auswärtsspielen nacheinander sieglos geblieben waren, nicht das Maß aller Dinge. Vielmehr sorgte nach einer guten Stunde ein Lapsus von Martin Männel für die Entscheidung. Aues Keeper und Kapitän spielte dabei erst dem lauernden Dresdener Angreifer Königsdörffer die Kugel genau in den Fuß und konnte dann im Eins-gegen-Eins auch nichts mehr ausrichten. Während Dresden sich nun im Mittelfeld der Tabelle wiederfindet, steht Aue weiterhin mit nur 14 Zählern auf dem Abstiegs-Relegationsplatz, punktgleich mit dem SV Sandhausen und vier Punkte Rückstand auf Rang 15. Es gab schon mal wohltuendere Aussichten.
Dabei besaß die Elf von Teamchef Marc Hensel, der auf den coronabedingten Ausfall von Innenverteidiger Sören Gonther reagierte und mit eine Dreier-Abwehrkette spielen ließ, im Anfangsviertel der Partie die besseren Möglichkeiten. Bereits nach fünf Minuten scheiterte Dimitrij Nazarov aus kurzer Distanz an Dresdens Keeper Broll. Auch Tom Baumgart hätte das Spiel frühzeitig in andere Bahnen lenken können, doch seine Direktabnahme flog knapp neben das Tor (20.). Ab da war das Pulver auf beiden Seiten verschossen und es entwickelte sich eine äußerst ausgeglichene Partie. Zwar hatte Dresden optisch mehr Spielanteile, doch Aues Defensivverbund machte läuferisch einen guten Job, stand dadurch sehr gut hinter dem Ball. So blieb die SGD ohne gefährlichen Abschluss. Da aber auch Aue sich offensiv nicht mehr in Szene setzen konnte, ging es mit einem torlosen Remis in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel erarbeitete sich der FC Erzgebirge als erstes wieder einige Chancen. Nicolas Kühns Abschluss zum Beispiel war im Anschluss an einen Konter aber leichte Beute für Broll (48.). Und da die Veilchen die sich bietenden Räume gegen letztlich harmlose Dresdener nicht nutzten und immer wieder ungenaue Abspiele den finalen Pass beeinflussten, kam, was kommen musste. Der Gast machte das Tor. Angedeutet hatte sich der Treffer in dieser Phase nicht wirklich, aber Lila-Weiß half kräftig mit. Ein Aufbäumen gegen die drohende neunte Saisonniederlage gab es nur in Ansätzen. Zwar hatte Dimitrij Nazarov die direkte Antwort auf dem Kopf (63.), allerdings scheiterte der Aserbaidschaner, wie auch in der 78. Minute per Distanzschuss, an Gäste-Schlussmann Broll.
Der nächste große Aufreger sollte jedoch nicht lange aus sich warten. Nicolas-Gerrit Kühn versuchte im Sechszehner den Ball an Sollbauer vorbei zu lupfen, die Kugel touchierte dabei den Arm des Verteidigers. Schiedsrichter Dr. Felix Brych entschied sich gegen einen Elfmeter und auch der VAR schaltete sich nicht ein, obwohl der Arm weit vom Körper abgespreizt war. Eine strittige Entscheidung, die vielleicht bei einem zugesprochenen Strafstoß und dessen Verwandeln wohl nochmal Spannung in die Partie gebracht hätte. Doch das Leben ist kein Wunschkonzert - leider. Und so warf Erzgebirge Aue nochmals alles nach vorne, bekam sogar die Riesenmöglichkeit auf den verdienten Ausgleich: Der eingewechselte Antonio Mance nutzte einen Fehler von Ehlers, hatte nur noch Boll vor sich und setzte zum Lupfer an, der aber auf dem Tornetz landete (88.). Als dann Omar Sijarics Abschluss weit am Ziel vorbeiflog (90.+2), waren auch die Träume eines Punktgewinns verflogen.
Nun heißt abermals Wunden lecken und sich auf den Auftakt der Rückrunde konzentrieren. Am kommenden Samstag muss gegen den Club aus Nürnberg einfach ein Sieg her.

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