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FC Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt 04 'Heimischer Saisonabschluss ordentlich verkackt'

Bis auf die 90 Minuten war es ein gelungener Samstagnachmittag für die aktive Fanszene.
Bis auf die 90 Minuten war es ein gelungener Samstagnachmittag für die aktive Fanszene.
Innerhalb von nur 83 Sekunden war das Ding durch. Erst knallte Ingolstadts Stürmer Schmidt die Kugel in Minute 23 in die Maschen. Kurz darauf durfte abermals Costly flanken und fand dieses Mal Bech in der Mitte als Abnehmer (24.). Da das Schema F so herrlich bei den Ingolstädtern funktionierte, gab es in der 32. Minute das dritte Gegentor für Aue. Ein hoher Ball, dieses Mal jedoch auf links, landete bei Doumbouya, der sich gegen Danhof durchsetzen und seinen Mitspieler Bech zu dessen Doppelpack auflegen konnte. Nach einer halben Stunde war das Spiel damit gelaufen und die 9.421 Zuschauer, bei den die meisten der Vereins-Aktion ‘Bring (d)einen Kumpel mit!’ gefolgt sind, und FCE-Sportchef Matthias Heidrich bedient: “Müssten eigentlich zehn Spieler zur Pause auswechseln.”

Pavel Dotchev brachte auf die extrem schwache erste Hälfte zumindest vier neue Spieler, unter anderem auch den 19-jährigen Nachwuchsspieler Franco Schädlich. Allerdings blieb die Angriffskreativität weiterhin auf niedrigem Niveau, auch weil Aue sich im Aufbauspiel etliche Ballverluste leistete. Erst in der 63. Minute fiel der erste zählbare Torschuss für die Veilchen. Der eingewechselte Ulrich Taffertshofer, der wie Lukas Sedlak, Philipp Klewin, Nico Gorzel, Tom Baumgart, Antonio Jonjic und Dimitrij Nazarov die Veilchen zum Saisonende verlassen wird, prüfte im zweiten Versuch FCI-Schlussmann Funk, der bis dato einen ruhigen Nachmittag verbrachte. Auch die Joker Tom Baumgart (75.) und Maximilian Thiel (85. / 88.) hatten wo etwas wie Halbchancen, gefährlich wurden aber auch diese nicht. Es blieb beim 0:3 - mehr als nur verdient.

Das passte zur insgesamt enttäuschenden Saison. Nur eines der letzten sieben Ligaspiele konnten die Veilchen gewinnen (zwei Remis, vier Niederlagen). Aue blieb zum zehnten Mal in dieser Spielzeit ohne eigenes Tor, kassierte ebenso oft drei Gegentore. Darüber ist die Bilanz zu Hause ist bei der Macht aus dem Schacht ebenfalls bescheiden. Sechs Siegen stehen sieben Niederlagen gegenüber, sechsmal wurden die Punkte geteilt. Dass die Tordifferenz mit 25:32 ebenfalls negativ ausfällt, sagt eigentlich auch alles.

Ein würdiger Rahmen sollte es werden, mit allem Drum und Dran: Wernesgrüner-Showtruck, Spielerverabschiedung, fast 10.000 Zuschauer, Autogramme, Fotos, Freibier - die Partycrasher selbst war die Mannschaft, die zum desaströsen Saisonabschluss vor heimischer Kulisse beitragen sollte. Dass ihre Helden auf dem Rasen nicht für ein gelungenes Saisonfinale beitragen könnten, hatte die aktive Fanszene wohl bereits geahnt, als man beim Start zum Fanmarsch explicit darauf hinwies: “Es geht heute nicht um die Mannschaft, nicht um die Saison. Wir feiern vor allem uns nochmal richtig!” Gut 500 Anhänger fanden sich am Auer Altmarkt ein, machten mit Feuerwerkskörper, Bengalos und lila Rauchbomben durchweg Party in Richtung Erzgebirgsstadion und hatten wenigsten vor sowie nach den 90 Minuten einen souveränen Heimabschluss. Bis Samstag in Bayreuth!

Spielbericht
Fanmarsch
Fotos vom Spiel

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