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FC Erzgebirge Aue - Waldhof Mannheim 'Eier-Tor führt zur Niederlage'

Wie es Gerlach Stef sagen würde: "Das Gebirge ist wieder auf den Beinen"
Wie es Gerlach Stef sagen würde: “Das Gebirge ist wieder auf den Beinen”
Da musste der SV Waldhof Mannheim also erst ins Erzgebirge reisen, um seinen zweiten Auswärtssieg seit Oktober 2024 feiern zu dürfen - und das auch noch durch so ein verschissenes Kacktor, welches die Macht aus dem Schacht fast schon abgestumpft zur Kenntnis nahm. Viel lief nicht für den Kumpelverein zusammen und die von den Spielern selbst auferlegte Wiedergutmachung nach dem 1:4-Debakel in Rostock blieb leider aus. Der Wille war in Ansätzen da, doch mit spielerischen Lösungen konnte keiner der Akteure glänzen. Es fehlt nach dem Ausfall von Marcel Bär und Marvin Stefaniak einfach ein Leader, der sich offensiv der Sache annimmt und den Weg vorgibt. Doch so waren die Aktionen eher dem Zufall geschuldet. Eine Ecke im gesamten Spielverlauf bestätigt, dass im letzten Angriffsdrittel mächtig die Säge klemmt.
 
Enttäuschend - Die erste Heimniederlage unter Jens Härtel.
Enttäuschend - Die erste Heimniederlage unter Jens Härtel.

Überraschenderweise, und das ist wohl vielleicht das einzig Positive, ändert sich seit fünf Spieltagen nichts am Tabellenstand: Platz 10 mit zehn Punkten Abstand zu Rang 3 und sechs zum ersten Abstiegsplatz. Bevor die Erfolgsserie von drei Siegen am Stück etwas Puffer brachte, war der Vorsprung nach unten bereits auf fünf Zähler geschrumpft. Die kommenden Aufgaben werden jedoch nicht einfacher und die Personalsituation wohl auch nicht, Ali Loune hat seine fünfte Gelbe gesehen. 16 gesunde Feldspieler standen Jens Härtel für die Partie gegen den SV Waldhof Mannheim zur Verfügung. Füllte den Kader daher mit zwei Torhütern und U19-Talent Neo Stacziwa auf.
 
Borys Tashchy und Rieckmann prasselten mit den Köpfen zusammen und mussten behandelt werden.
Borys Tashchy und Rieckmann prasselten mit den Köpfen zusammen und mussten behandelt werden.

So überschaubar das Aufgebot, so überschaubar auch die Aktionen in den spannungsarmen 90 Minuten. Kampf auf beiden Seiten ohne spielerische Glanzlichter. Nur kurz erwachte das mit 7.550 Zuschauern gefüllte Erzgebirgsstadion, als ein weiter Abwurf von Geburtstagskind Martin Männel - alles Gute noch nachträglich - bei Mika Clausen landete und dieser mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Bartels scheiterte (23.). Nur eine Minute später war der Waldhöfer Torhüter gleich wieder gefordert, parierte Kilian Jakobs Volleyabnahme. Mit der Bogenlampe des ehemaligen Veilchen Arianit Ferati auf der Gegenseite, den Martin Männel aus dem Winkel holte, und der anschließenden Verletzungsunterbrechung, war der Spielfluss wieder auf dem überschaubaren Niveau wie zu Beginn der Partie angelangt.
 
Einer der wenigen Höhepunkte: Kilian Jakob scheitert an Gäste-Keeper Bartels (24.)
Einer der wenigen Höhepunkte: Kilian Jakob scheitert an Gäste-Keeper Bartels (24.)

Der Kumpelverein kam nur noch sporadisch vor das Tor der Gäste, stand zumindest bis zur 38. Minute auch in der Defensive sicher. Nach einer Flanke ließ Steffen Nkansah den Ball für seinen Schlussmann durch, Lohkemper kam irgendwie an die Kugel und diese trudelte vom Innenpfosten gerade so weit hinter die Linie, wie es nötig war. Das ‘Eier-Tor’ passte so richtig rein in die momentane Gemengelage der Veilchen. “Den Ball hätten wir selbst klären beziehungsweise hätten Anthony Barylla und Steffen Nkansah die Aktion bereinigen können. Das war ja nicht einmal eine Chance”, ärgerte sich Jens Härtel über den Treffer des Tages und über die vergebenen Möglichkeiten zuvor, um selbst in Führung zu gehen.
 
So schnell hatte sich das Erzgebirgsstadion lange nicht mehr geleert.
So schnell hatte sich das Erzgebirgsstadion lange nicht geleert.

Nach dem Wechsel blieb der erwartbare Ansturm aus, die uninspirierten und wohl ziemlich verunsicherten Veilchen kamen zunächst in keine wirklich gefährliche Abschlussposition mehr. Jegliche, zaghaften Bemühungen wurden im Keim erstickt. “Die Ausfälle hat man brutalst bei Aue gemerkt”, sagte Gästetrainer Trares, dessen Team bis zur 70. Minute keinen Torschuss auf den eigenen Kasten zugelassen hatte. Anthony Baryllas Volleyschuss nach einem Rosenlöcher-Freistoß läutete so etwas wie den Endspurt ein, der jedoch nicht die Leidenschaft mit sich brachte, um auch willentlich am Spielstand etwas zu ändern. “Es war eine große Chance, der Saison heute eine finale Richtung mitzugeben. Das haben wir verpasst”, zeigte sich Aues Sportgeschäftsführer Matthias Heidrich enttäuscht über die 13. Saisonniederlage seines FCE und erwartet einfach von seinen Jungs, dass die Spannung hochgehalten wird, “damit wir die nötigen Zähler holen und nicht noch in die Bredouille kommen.”

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