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VfB Empor Glauchau - FC Erzgebirge Aue 'Neuntes Finalticket eingelöst'

Mit dem dritten Treffer des Tages von Marvin Stefaniak war der Einzug ins Finale endgültig durch.
Mit dem dritten Treffer des Tages von Marvin Stefaniak war der Einzug ins Finale endgültig durch.
Das Halbfinale des Wernesgrüner Sachsen-Pokals stand an, wo der FC Erzgebirge Aue zu Gast beim VfB Empor Glauchau war und am Ende mit 3:0 souverän, jedoch eher unspektakulär gewann. Auf Seiten des Sechsligist hatte man sich durchaus mehr erhofft, hielt ordentlich dagegen. Doch nach dem Platzverweis sei auch für den Glauchauer Coach Nico Quade klar gewesen, dass “wir keine Chance haben, das Spiel zu gewinnen.” Somit war für den Landesliga-Spitzenreiter Schluss im Halbfinale, währenddessen der Kumpelverein im Kampf um das DFB-Pokal-Ticket nun im Bruno-Plache-Stadion am 24. Mai 2025 auf Regionalligist Lok Leipzig treffen wird. Es ist das neunte Finale im Landespokal für die Veilchen, vier davon - 2000, 2001, 2002 und 2016 - konnte Aue gewinnen.
 
Rein ins Halbfinale mit Schiedsrichter Tim Haubenschild (Pegau).
Rein ins Halbfinale mit Schiedsrichter Tim Haubenschild (Pegau).

Mehr als 3.300 Zuschauer, darunter über 1.000 Auefans, gingen am Gründonnerstag ihrem Hobby nach, schauten sich bei Bier und Roster die zweite Halbfinal-Begegnung an. Die eine Seite hoffte auf eine Sensation, die andere auf eine favorisierte Vorstellung ihrer Lila-Weißen. Nach einigen anspruchsvolle Phasen, wo auch ein Luge-Eckball fast direkt einschlug (5.), war es dann ein Spiel auf ein Tor und die Elf von Jens Härtel Härtel-Elf ließ den Klassenunterschied immer sichtbarer werden. Durch einen Doppelschlag innerhalb von nur vier Minuten war die Sache obendrein eigentlich geklärt. Erst verwandelte der im Sommer scheidende Kilian Jakob einen langen Ball von Tim Hoffmann eiskalt mit einem straffen Linksschuss in die Maschen (23.) und nur vier Zeigerumdrehungen später stieg Ali Loune bei einer Stefaniak-Ecke hoch, traf per Kopf eigentlich nur den Querbalken, von dem die Kugel jedoch über den Rücken von Glauchaus Keeper Reissig doch noch den Weg ins Ziel fand (27.).
 
3.300 Zuschauer waren trotz der Anstoßzeit von 16:30 Uhr gekommen - davon über 1.000 Auer Schlachtenbummler.
3.300 Zuschauer waren trotz der Anstoßzeit von 16:30 Uhr gekommen - davon über 1.000 Auer Schlachtenbummler.

Mit einer Adduktorenverletzung bei Kilian Jakob und dem Fehlversuch von Marvin Stefaniak (36.) plätscherten die letzten Minuten bis zur Pause vor sich hin. Florian Hähnel, der beim FCE ausgebildet wurde und dort auch im Nachwuchsbereich weiter als Co-Trainer arbeitet, wollte dem Anschein nach noch schneller in die Katakomben, flog nach einer Notbremse an Omar Sijaric mit glatt Rot vom Platz. Den fälligen Freistoß jagte Marvin Stefaniak allerdings in die Zuschauer, traf dabei das Gesicht des 8-jährigen Matheo Rehm aus Meerane, der als kleines Trostpflaster das Trikot vom ‘Schützen’ überreicht bekam.
 
0:2-Rückstand und in Unterzahl - die Aufgaben für die Quade-Elf wurden nicht einfacher.
0:2-Rückstand und in Unterzahl - die Aufgaben für die Quade-Elf wurden nicht einfacher.

Nach dem Seitenwechsel war der Sechstligist mit einem Mann weniger nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht, konnte das dritte Gegentor aber nicht verhindern, als Marvin Stefaniak nach Vorarbeit von Sean Seitz freistehend vor dem Kasten nur noch einschieben musste - 3:0 (58.). Die Partie war nun natürlich entschieden. Die Veilchen schalteten in den Verwaltungsmodus und brachten die Führung problemlos über die Zeit. Fast problemlos, denn in der 74. Minute stand plötzlich Aues Keeper Tim Kips im Mittelpunkt, parierte gegen Luge sowie Mack großartig und behielt bis zum Schlussakkord dann auch die Weiße Weste. In der Offensive hätte Aue mehrmals nachlegen können, das war für Jens Härtel wohl auch der einzige Kritikpunkt. Ansonsten äußerste sich der 55-Jährige durchweg positiv über den Einzug ins Finale: “Ich bin zufrieden, die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.”
 
Ostergeschenke zum Gründonnerstag nimmt man auch gerne mit.
Ostergeschenke zum Gründonnerstag nimmt man auch gerne mit.

Letztlich war es auch eine klare Sache für den Drittligisten, der am Sonntag im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund im Kampf um den Klassenerhalt wieder mehr gefordert sein wird. Für die Glauchauer, die ihre erste Niederlage in einem Pflichtspiel im Kalenderjahr 2025 kassierten, geht es indes im Landesliga-Endspurt um den angestrebten Aufstieg in die Oberliga weiter. Viel Erfolg.

Spielbericht
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