
Das beruhigende Gefühl, welches sich in den letzten beiden Wochen bei
allen Auer Beteiligten durch die gute Punkte-Serie aufgebaut hat, ist
nach zwei verlorenen Partien (fast) wieder dahin. Der Vorsprung auf
Relegationsplatz 16 ist binnen zwei Spieltagen von acht auf vier Punkte
geschmolzen. Gegen abgezockte Paderborner reichte es vor 7.230
Zuschauern, die trotz widriger Bedingungen und früher Anstoßzeit an dem
Mittwochabend ins Lößnitztal gepilgert sind, nicht, wichtige Punkte im
Kampf um den Klassenverbleib zu sammeln. Vielmehr zeigte das nunmehr
auswärtsstärkste Team der Liga durch Cleverness eine gewisse und auch
entscheidende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Mit der ersten gefährlichen
Aktion im kampfbetonten Spiel gingen die Gäste unmittelbar vor dem
Pausenpfiff in Führung. SCP-Top-Torjäger Proschwitz wurde von den
Veilchen am Strafraum nicht energisch genug angegriffen, so dass der
Paderborner aus 18 Metern abziehen konnte. Der von Guido Kocer
abgefälschte Schuss senkte sich tückisch für Schlussmann Martin Männel,
der den Ball zwar noch an die Latte lenken konnte (Bild), aber gegen den
Abstauber von Rupp machtlos war. Die erste Heimniederlage im Jahr 2012
hätte zudem vermieden werden können, wenn man seine Chancen konsequent
nutzt. So scheiterten Halil Savran (10.) und Guido Kocer (31.) in
aussichtsreichen Positionen. Auch im zweiten Abschnitt besaßen die
Veilchen einige Hochkaräter. Allerdings blieben die Ostwestafeln stets
gefährlich. Einen Kopfball des aufgerückten Innenverteidigers Mohr
kratzte Martin Männel aus dem Winkel (49.). Beim zweiten Tor der Gäste
war Aues Keeper erneut allein gelassen: Nach einem mustergültig
vorgetragenen Konter erhöhte Proschwitz auf 2:0. Die Baumann-Elf warf
nun alles nach vorn. Ronny Königs (70.) und René Klingbeils (78.)
Kopfbälle wurden allesamt auf der Linie geklärt, zwischendurch knallte
Guido Kocer das Leder erneut an das Außennetz. So blieb es bei der 13.
Saisonniederlage für den FC Erzgebirge.
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