
Und da war es wieder passiert. Nach einer recht ansehnlichen Partie (in
Dresden) folgte schnell die Ernüchterung. Im 50. Zweitligaspiel für Rico
Schmitt waren die zuvor noch auswärts sieglosen Duisburger das
spielerisch bessere Team und gewannen, wenn auch glücklich, am Ende mit
2:1, setzten damit ihren Weg aus dem Tabellenkeller fort. Vor einer
Minus-Rekordkulisse von 7.300 Zuschauern begannen die Veilchen durchaus
engagiert, konnten aber beim Kontertor des MSV durch Brosinski in der
14. Minute nur zusehen, wie der Gast in Sachen Effektivität arbeitet.
Keine sieben Minuten später glich Nicolas Höfler, der für den
gelb-gesperrten Marc Hensel als Abräumer agierte, nach einem
Torwart-Abpraller aus. Allerdings wurde der Offensivfußball nach dem 1.
Saisontor für die 21-jährige Leihgabe aus Freiburg eingestellt. Spielte
man zuvor schnell und schnörkellos über die Außen, so folgte ein hoher
Ball nach dem anderen in Richtung Ronny König. Seine Gegenspieler,
allesamt mit Gardemaßen ausgestattet, hatten ein leichtes, den Ball
postwendend zurückzuschicken. Gefährliche Torraumszenen gab es nur noch
wenige zu beobachten. Auch nach dem Seitenwechsel dasselbe Bild. Spielt
der Gegner offensiv schön mit, können auch die Veilchen gut kombinieren.
Doch die Zebras zogen sich weit zurück, sodass die etwas blind
anlaufenden Lila-Weißen nicht die nötige Kreativität besaßen, um solch
eine Situation für sich zu entscheiden. Zudem musste man vor den
schnellen Gegenstöße immer auf der Hut sein - Exslagers Schuss aus
sieben Metern, den Kepper Martin Männel mit einem Riesenreflex parierte,
hätte in der 85. Minute der Siegtreffer für die Duisburger sein können.
Dieser sollte aber noch fallen, mit bitterem Beigeschmack: In der ersten
Nachspielminute trat der herausgeeilte Schlussmann über den Ball,
Exslager nutze den Patzer und besiegelte die bittere 1:2-Niederlage der
Auer, die damit ihre vierte Heimniederlage der Saison in Kauf nehmen
mussten.
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