
Nach vier sieglosen Spielen der Veilchen gelang heute endlich ein
Befreiungsschlag, und das beim Erzfeind Dynamo Dresden. Im
Glückgas-Stadion waren vor 29.057 Zuschauern die Gäste mit mehreren
guten Einschussmöglichkeiten die spielbestimmende Mannschaft, doch
nutzten die Hausherren ihren ersten gelungenen Angriff zur Führung. Aues
Keeper Martin Männel und Abwehrspieler Pierre Le Beau konnten Fiels
Einschussversuch noch verhindern, beim Nachschuss von Dedic waren sie
aber machtlos (20.). Die kalte Dusche für Aue nützte Dynamo kaum etwas,
die Veilchen übernahmen erneut das Zepter, gingen aber wie so oft sehr
fahrlässig mit den Chancen um. Es fehlte die letzte Konsequenz im
Abschluss bzw. zeigte Hesl im Tor der Dresdner einige Glanzparaden. In
der 56. Minute war er aber dann geknackt wurden: Jan Hochscheidt nahm
sich ein Herz, dribbelte die Dresdner Hintermannschaft schwindelig und
schob aus gut 16 Metern mit links ins lange Eck zum vollends verdienten
Ausgleich ein. Es entwickelte sich nun ein rassiges, attraktives Spiel,
da beide Seiten auf das zweite Tor gingen. Fanden Jan Hochscheidt und
Guido Kocer in Hesl ihren Meister, so prüfte im direkten Gegenzug Dedic
die Statik des Quergebälks (64.). Ein stetig auf und ab, doch den
längeren Atem besaß heuer der FC Erzgebirge. Und somit dominierten die
Auer in der Schlussphase nicht nur die Partie, sondern drehten diese
auch noch. Ein langer Ball von Kevin Schlitte in der ersten Minute der
Nachspielzeit wurde nur halbherzig von Dynamos Defensive geklärt und ein
überragender Jan Hochscheidt bedankte sich auf seine Art mit einem
Doppelpack. "Meine Mannschaft hat ein Riesenspiel gemacht. Ich bin sehr
stolz, dass sich die Spieler anders als in den vorherigen Spielen selbst
belohnt haben", sagte ein breit grinsender Rico Schmitt.
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