
Auch im dritten Anlauf schaffte es Erzgebirge Aue nicht, einen Dreier
dem FC Ingolstadt 04 zu entreißen. Wie schon vor rund drei Monaten
endete die Partie vor 6.043 Zuschauern im Audi-Sportpark mit einem
torlosen Unentschieden. "Nicht nur das Ergebnis, sondern auch der
Spielverlauf ähnelte dem Spiel im April", meinte Trainer Rico Schmitt,
der dieses Mal komplett auf sein altes Stammpersonal zurückgriff. Gegen
die mit einer Niederlage in die Saison gestarteten und nun auf
Wiedergutmachung bedachten Hausherren legten los wie die Feuerwehr.
Allerdings verpuffte der Elan nach 20 Minuten Powerplay deutlich.
Hingegen kamen die Veilchen endlich zur Entfaltung. Pierre Le Beau (19.)
wäre dabei per Kopfballlupfer fast die Führung gelungen. Doch für den
geschlagen FCI-Keeper Kirschstein rettete Matip auf der Linie.
Ingolstadts Trainer war sichtlich bedient, setzte mit dem ersten Wechsel
nach 30 Minuten ein Zeichen. Gebracht hat es nicht viel. Aue blieb am
Drücker und besaß mit Marc Hensels 25-Meter-Distanzschuss, knapp am
Winkel vorbei (37.), sowie mit Jan Hochscheidts Schussversuch (43.) gute
Möglichkeiten doch das erste Auswärtstor der Saison noch vor der Pause
zu erzielen. Mit der Nullnummer ging es dann in die Kabinen. Im zweiten
Durchgang entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Beide Teams kamen
zu Chancen, aber ohne durchschlagenden Erfolg. Den Höhepunkt setzte aber
Fabian Müller, wenn auch auf unrühmliche Weise. Innerhalb von zwei
Minuten handelte sich der linke Verteidiger wegen wiederholten
Foulspiels die Gelb-Rote Karte ein. Die nun für eine halbe Stunde lang
dezimierten Veilchen retteten aber in einer sensationellen
Abwehrschlacht den Auswärtspunkt. "Der Platzverweis hat das Spiel in
eine Richtung verschoben. Wir können mit diesem 0:0 zufrieden sein, die
Ingolstädter vielleicht nicht", erklärte Rico Schmitt, dessen Team
weiter ungeschlagen und ohne Gegentreffer bleibt.
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