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FC Erzgebirge Aue - 1. FC Union Berlin 'Vorzeitige Bescherung'

Gestern sollte es wieder so ein Spiel geben, wo man hinterher sagen konnte: Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst! Ordentlich Deebs auf den Rängen, heimeliche Lichter bei den Gästen und effektive Auer, welche die bis dato ungeschlagenen Berliner mit 3:0 zurück an die Wuhlheide schickten. Mit der Laudatio von FCE-Präsident Helge Leonhardt und der Auszeichnung von der Supporterorganisation des 1. FC Union Berlin, der Eiserne V.I.R.U.S. e. V., mit dem JWD-Pokal (Jut war’t, danke!) für den fanfreundlichsten Gastgeber der Vorsaison im Rücken war den Veilchen gleich anzumerken, dass sie ihren Fans einen Tag vor Heiligabend ein vorweihnachtliches Geschenk machen wollten. Mit einem 4-3-3-System setzte FCE-Coach Daniel Meyer in der Abwehr auf Debütant Filip Kusic sowie vorne auf drei nominelle Angreifer. Neben dem bewährten Sturmduo bekam somit auch Emmanuel Iyoha seine Einsatzchance, die er mehr als ordentlich nutzte. Bereits nach sechs gespielten Minuten erkämpfte er sich den Ball am eigenen Sechszehner, stiefelte los und gab das Objekt der Begierde erst wieder auf der anderen Seite des Spielfeldes ab. Sein Pass in den Rücken der Berliner Abwehr vollendete dann noch Pascal Testroet aus zwölf Metern mit links in die untere rechte Torecke.
Nun waren die Köpenicker am Zug und beherrschten die Szenerie. Ein hoher Ball nach dem anderen flog gefährlich in den Strafraum der Veilchen. Mit vereinten Kräften verpufften zum Glück die Gäste-Angriffe, doch Entlastung sowie die Möglichkeit die Führung auszubauen gab es nur wenig. Einzig Jan Hochscheidt hatte dazu Gelegenheit. War sein Linksschuss in der 20. Minute noch leichte Beute für FCU-Keeper Gikiewicz, stand nach einer halben Stunde der Arm von Mees im Mittelpunkt. Mit einer unglücklichen Handbewegung stoppte er den Versuch von Jan Hochscheidt nicht ganz regelkonform, sodass Schiedsrichter Sven Jablonski sofort auf den Punkt zeigte. Pascal Testroet ließ sich nicht beirren, jagte den Handelfmeter wuchtig links oben zum 2:0 in die Maschen. Das waren die ersten beiden Gegentore überhaupt für Union in den ersten 30 Minuten. Und die Erfolgsserie der saisonübergreifend 19 ungeschlagenen Partien schien trotz der eisernen Bemühungen im zweiten Durchgang nun im beschaulichen Erzgebirge zu enden. “Das Tor war wie vernagelt. Wir hätten noch zwei Stunden weiterspielen können und hätten kein Tor erzielt”, musste auch Unions Trainer Urs Fischer anerkennen.
So machte Pascal Testroet mit seinem zwölften Pflichtspieltor den Deckel drauf. Der unermüdlich anlaufende Emmanuel Iyoha setzte sich zuvor auf der rechten Seite durch, flankte abermals in den Rücken der Abwehr, wo Pascal Testroet zum Seitfallzieher ansetzte und damit sensationell traf (74.). Der 28-jährige Stürmer wusste nach seinem dritten Streich des Tages gar nicht wohin mit den ganzen Emotionen. Und das bei einem Vollstrecker, der erst nicht seit gestern weiß, wo das Tor steht. Was für ein Typ und zurecht mit stehenden Ovationen bei seiner Auswechslung bedacht. Passiert ist auf dem Grün nichts mehr, wodurch nach dem Ertönen des Steigerliedes das Fußballjahr 2018 mit einem Heimsieg beendet wurde. Ein Dreier zum Rückrundenauftakt sowie 22 Punkte auf dem Konto bilden somit die Basis für die restliche Saison. Nach der Winterpause steht am Dienstag, 29. Januar 2019, das Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg auf dem Programm. Die Partie wird um 20:30 Uhr in der MDCC-Arena angepfiffen. Bis dahin Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Spielbericht
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