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Hamburger SV - FC Erzgebirge Aue 'Die Macht aus dem Schacht'

Nach zuvor vier sieglosen Partien beider Kontrahenten stand am Schluss der Partie vom 30. Spieltag nur das einzig nachvollziehbare Ergebnis an der Videowand des Volksparkstadions: ein 1:1-Unentschieden ... hüstel. Die Sensation für Aue schlechthin, denn der Hamburger SV dominierte optisch klar die Szenerie vor eigenem Publikum, doch die Veilchen hielten mit viel Emotionen, Mentalität und Kampf geschlossen dagegen. So versuchte FCE-Coach Daniel Meyer den Laden hinten mit einer Vierer-Abwehrkette zu stabilisieren, um so das Saison-Highlight einigermaßen schadfrei über die Bühne zu bringen. Nach einigen Wackeleinlagen in der Anfangsviertelstunde gelang dieses Unterfangen dann auch ohne größere Herzkasper-Attacken. “Es lag nicht an der Bereitschaft oder Einstellung”, sagte Hamburgs Trainer Wolf nach der für den Aufstiegsanwärter wohl doch mageren Punkteteilung und fügte an: “Wir müssen uns noch mehr Chancen erarbeiten und diese dann auch verwerten.” Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, der FC Erzgebirge hat defensiv alles richtig gemacht. Und vorne? Ja vorne half der liebe (Fußball)Gott. War die Offensiv-Aktion in der 33. Minute, als Clemens Fandrich nach einer weiten Flanke aus dem rechten Halbfeld von Calogero Rizzuto zum Kopfball kam, diesen aber genau in die Arme des Hamburger Schlussmanns Pollersbeck köpfte, nicht von Erfolg gekrönt, so zappelte der erste Eckball für die Veilchen dann im Netz. Philipp Riese knallte den Standard scharf in den Sechzehner, Pollersbeck faustete sensationell vorbei und der andere Philipp, Nachname Zulechner und für Pascal Testroet in der Startaufstellung, drosch den Ball kompromisslos mit links unter die Querlatte. Die Führung für Aue bedeutete zwei Minuten vor dem Pausentee völlige Ekstase im durchweg stimmungsvollen Gästeblock, der überdies zum Einlaufen der Protagonisten eine sehenswerte lila-weiße Choreo auf die Beine gestellt hatte.
Der HSV war nun im zweiten Durchgang unter Zugzwang, konnte sich aber nur wenige torgefährliche Chancen erarbeiten. Dennoch fiel in der 53. Minute durch Wintzheimer, der fünf Tage zuvor gegen den 1. FC Köln sein erstes Saisontor erzielt hatte, der Ausgleich, woraufhin Wolf alles auf Offensive setzte und Lasogga, Hwang und schließlich auch Hunt ins Spiel brachte. Der HSV-Kapitän traf in der 86. Minute per Freistoß zwar die Unterkante der Latte, der zweite Gegentreffer sollte aber nicht gelingen, denn die Unsrigen verteidigten noch immer mit viel Leidenschaft und hielten den Bundesliga-Absteiger bis auf den Aluminiumtreffer weit vom eigenen Tor entfernt. “Ich würde die zweite Halbzeit als Glück des Tüchtigen bezeichnen”, sagte Daniel Meyer, für den in erster Linie der Punktgewinn und damit das Ende des Negativlaufs zählte. Klar kann man den Jungs noch ankreiden, dass die wenigen Konter hätten besser ausgespielt werden müssen. Doch eben jene spielerischen Defizite wurden mit viel Herz aufgewogen. Man kann sich nur wünschen, dies in den beiden restlichen Heimspielen auch zu sehen. Bis dahin, schöne Ostern!

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