FC Erzgebirge Aue - FC St. Pauli 'Erneute Nullnummer'
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Eingeleitet mit einem Spruchband ‘Schachtscheisser sind Kerngesund!’ sowie passendem Rauch blieb es auf dem Grün nicht lange beim Abtasten. Gleich den ersten Angriff schlossen die Veilchen durch Startelfdebütant Soufiane Messeguem mit einem Torschuss ab (1.) und zeigten, dass die durchweg gallische Heimmannschaft etwas vorhatte. Dimitrij Nazarov versuchte es dann aus der Distanz, setzte seinen Flachschuss aber knapp daneben (6.). Nach dem ordentlichen Beginn der Lila-Weißen zappelte der Ball in der 16. Minute nach einem Konter der Gäste aber plötzlich im Tor von Martin Männel. St. Paulis vermeintlicher Torschütze Burgstaller stand beim Pass von Zander allerdings knapp im Abseits, so dass der Treffer nach Videobeweis nicht zählte. Aue zeigte sich unbeeindruckt, spielte weiterhin mit viel Leidenschaft und tauchte gelegentlich auch vor dem gegnerischen Tor auf. Dimitrij Nazarov (22.), Omar Sijaric (29.) und Ben Zolinski (44.) hatten dementsprechend Möglichkeiten, die Führung zu erzielen. Gäste-Torwart Vasilj konnte aber jede davon parieren.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit fehlte es den Veilchen an gefährlichen Umschaltmomenten. Beide Abwehrreihen ließen wenig bis gar nichts zu. Auch war das Tempo im Gegensatz zum ersten Durchgang bedeutend langsamer. Der Spielfluss, bedingt durch viele Unterbrechungen, ließ ebenfalls deutlich nach. Erst mit der Hereinnahme von Neuzugang Sam Schreck (63.) kam etwas Schwung in die Sache, doch torgefährliche Abschlüsse von Aue waren bis in die Nachspielzeit hinein weiterhin Mangelware. Sören Gonthers überraschte Direktabnahme am zweiten Pfosten war nach Anthony Baryllas Eingabe die einzig nennenswerte Möglichkeit. (69.). Das Momentum lag nun bei den Kiezkickern. Doch weder der eingewechselte Daschner, der erst aus sehr spitzem Winkel an Martin Männel scheiterte (80.) und dann aus 16 Metern das lange Eck knapp verfehlte (84.), noch Kyerehs Schuss aus 15 Metern direkt in die Arme des Auer Schlussmannes (90.+1) änderten was am Spielstand. Es blieb also beim 0:0, mit dem Erzgebirge Aue wohl etwas zufriedener sein dürfte. “Wir haben gezeigt, dass wir den Gegnern weh tun können, wenn wir gut gegen den Ball arbeiten. Jetzt fehlt nur noch das Quäntchen Glück vorm Tor”, sagte Ben Zolinski. Im DFB-Pokalspiel nächsten Montag beim FC Ingolstadt darf dieses Glück gerne erzwungen werden.
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