FC Ingolstadt 04 - FC Erzgebirge Aue 'Erstrundenaus trotz Saisonpremierentreffer'
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Das Duell der zwei noch sieglosen Liga-Kontrahenten nahm frühzeitig aus Auer Sicht einen faden Beigeschmack an. Ein zunächst planlos wirkender, langer Schlag von Stendera wurde zu einem hervorragenden Heber in den Lauf von Eckert Ayensa, der sich im Rücken der mit Ognjen Gnjatic für Gaëtan Bussmann geänderte Veilchenabwehr löste und dann den am zweiten Pfosten heranrutschenden Bilbija bediente, der mit viel Dusel und dem rechten Knie einschob. Nach sechs Minuten die kalte Dusche. Allerdings machte sich Aue wenig aus dem Rückstand. Stattdessen rannten die Veilchen unermüdlich an, hatten viel Ballbesitz und drangen mehrfach tief in die Ingolstädter Hälfte ein. Die Schanzer waren vermehrt damit beschäftigt, den Weg zum Tor zu verbarrikadieren - Lücken fand Lila-Weiß trotzdem. Erst vergab Aues Flügelspieler Omar Sijaric eine aussichtsreiche Möglichkeit (30.). Dann ließ Soufiane Messeguem zwei Ingolstädter stehen, zog ab und scheiterte aber an FCI-Keeper Buntic, wie auch der bis dato glücklos agierende Ben Zolinski im Nachschuss (38.). Bei Clemens Fandrichs 18-Meter-Geschoss war der Ingolstädter Schlussmann ebenfalls zur Stelle (43.). Insgesamt wurde aber deutlich, warum Erzgebirge Aue bisher noch kein Tor in einem Pflichtspiel erzielt hatte - es fehlt im Angriff an Durchschlagskraft und hinten hatte man erstmals Glück, als nach Röhrl-Vorlage Eckert Ayensa aus kurzer Distanz nur die Latte und nicht das Tornetz erzittern ließ (42.).
So blieb es nur beim minimalistischen Rückstand von 0:1, auf den Trainer Aleksey Shpilevski zur Pause reagierte und für die zweite Hälfte gleich zwei frische Kräfte brachte. Die zentralen Mittelfeldspieler Sam Schreck und Ognjen Gnjatic mussten weichen, dafür kamen die Stürmer Dimitrij Nazarov und Neuzugang Babacar Gueye (46.). Ertrag brachte das aber erstmal nicht. Ingolstadt erarbeitete sich mehrere Standards, Aue verbuchte in Person von Clemens Fandrich immerhin einen ordentlichen Torschuss (58.). Wenig später verzog Ingolstadts Heinloth einen Schlenzer auf die lange Ecke nur knapp (63.). Vier Minuten später konnte die 260 mitgereisten Schlachtenbummler im Auer Gästeblock sich über den ersten Saisontreffer ihrer Farben freuen. Babacar Gueye brachte an der Strafraumgrenze unter Bedrängung von gleich vier Schanzern nach Zuspiel von John-Patrick Strauß den Ball zum sträflich alleine gelassenen Ben Zolinski, der eiskalt abschloss - 1:1.
Lange stand der Ausgleich nicht an der Videowand, denn auch Aleksey Shpilevskis Gegenüber, FCI-Coach Roberto Pätzold, bewies ein glückliches Händchen. Kaya, der Kapitän Kutschke ersetzte, erzielte zwei Minuten nach seiner Einwechslung die erneute Führung der Schanzer (77.). Nach einem Haken traf der Stürmer mit einem platzierten Flachschuss, den Martin Männel nicht halten konnte. Aue stemmte sich gegen die drohende Niederlage und dem Pokal-Aus. Selbst Keeper Martin Männel tauchte im Strafraum der Oberbayern auf, doch ein Tor gelang nicht mehr. Auch nicht Dimitrij Nazarov, der in der Nachspielzeit an Ingolstadts Schlussmann Buntic scheiterte und mit dem 21. Torschuß von Aue den Schlusspunkt setzte.
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