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Freundschaftsspiel Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue 5:0

Der finale Pass sollte einfach nicht gelingen: Aues Top-Scorer Antonio Jonjic im Zweikampf mit Dresdens Innenverteidiger Sollbauer. (Quelle: Menne)
Der finale Pass sollte einfach nicht gelingen: Aues Top-Scorer Antonio Jonjic im Zweikampf mit Dresdens Innenverteidiger Sollbauer. (Quelle: Menne)
Fürs Selbstvertrauen hatte die Generalprobe nicht beigetragen. “Wir müssen uns auch wirklich jetzt erstmal sammeln. Es tut mir echt wahnsinnig leid. Auch wenn es ein Testspiel ist - in so einem Spiel darf man dann trotzdem nicht so spielen und sich so ergeben”, sagte ein enttäuschter Marc Hensel, der mit seiner Mannschaft im zweiten Testspiel der Wintervorbereitung eine deutliche Niederlage hinnehmen musste. Die Veilchen unterlagen beim Mammut-Kick über 3x45 Minuten Spielzeit gegen Ligakonkurrent Dynamo Dresden klar mit 0:5. Zweifacher Torschütze für die Dresdner war zunächst Borrello, der in der 24. und 67. Spielminute traf. Das machte ihm Drchal (74., 110.) im weiteren Spielverlauf nach, ehe Mörschel vom Elfmeterpunkt (119.) für den Endstand sorgte.
“Es ist ein Derby und hat keinen Freundschaftsspiel-Charakter”, hatte Dresdens Coach Alexander Schmidt bereits vor dem Prestigeduell gemutmaßt. Seine Jungs verstanden den Wink und überzeugten mit der klar besseren Spielanlage. Die Partie war durchaus umkämpft und einige Zweikämpfe teils hitzig geführt. Aue vergaß aber das Wichtigste: Tore. Über die insgesamt 135 Spielminuten kamen die Veilchen zu keinem wirklich nennenswerten Hochkaräter. Zwar konnte Ben Zolinski einen Schlenzer an die Lattenunterkante vorweisen, allerdings aus einer Abseitsposition heraus. Gerade die allseits bekannte Abschlussschwäche bleibt weiterhin die große Baustelle des FC Erzgebirge.
Einzig Schlussmann Martin Männel zeigte so etwas wie Normalform und konnte das Ergebnis zumindest bis zu seiner Auswechslung auf 0:3 halten. Für den Kapitän stand der Ausgang der Partie eh nicht so im Vordergrund. Vielmehr war es aus seiner Sicht wichtig, den Anschlusskader, der in der Hinrunde nicht voll zum Zuge kam, Spielzeit zu geben und daraus die Erkenntnisse zu ziehen - die da vom Teamchef Marc Hensel aber lautet: “Das war schon unterirdisch heute! Da rede ich dann jetzt nicht von den letzten 20, 30 Minuten. Da hatten wir komplett durchgewechselt, viele A-Jugendliche mit drauf. Wenn wir die ersten 90 Minuten nehmen, dann ist es deutlich zu wenig. Es ist extrem, dass wir mittlerweile keine zwei, drei Ballstationen mehr spielen können. Wir müssen darüber reden, was es heißt in der 2. Liga zu bestehen, was es heißt Klassenkampf zu führen. So haben wir gar keine Chance.”
Viel Zeit bleibt nicht mehr. Am kommenden Samstag gehts in der 2. Bundesliga mit dem Spielbetrieb weiter. Dann ist der FC Erzgebirge beim FC St. Pauli im coronabedingt leeren Stadion am Millerntor zu Gast.

SGD-Aufstellung: Mitryushkin (110. Herrmann) - Akoto (71. Oehmichen, 99. Schmidt), Sollbauer (71. Giesen), Ehlers (71. Aidonis), C. Löwe (71. Giorbelidze) - Schröter (58. Batista Meier), Stark (71. Mörschel), Kade (71. Will) - Königsdörffer (71. Seo), Daferner (71. Drchal), Borrello (71. Weihrauch)

FCE-Aufstellung: Männel (91. Kips) - Strauß (69. Härtel), Barylla (91. Schädlich), Gonther (91. Cacutalua), Carlson (91. Finn Hetzsch (U19)) - Kühn (69. Baumgart / 115. Pascal Schardt (U19)), Fandrich (91. Riese), Hochscheidt (46. Majetschak), Zolinski (69. Trujic) - Nazarov (69. George), Jonjic (69. Gueye)

Tore: 1:0 Borrello (24.), 2:0 Borrello (66.), 3:0 Drchal (73.), 4:0 Drchal (110.), 5:0 Mörschel (118.)

Gelbe Karten: Löwe - Zolinski, Nazarov

Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit (Walter-Fritzsch-Akademie in Dresden)

Schiedsrichter: Dr. Max Burda (Berlin)
Assistenten: Toni Bauer, Justin Weigt

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