Fortuna Düsseldorf - FC Erzgebirge Aue 'Niederlage im Jubiläumsspiel'
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“Wir können momentan nicht liefern. Die individuellen Fehler ziehen sich durch die ganzen Wochen”, sagte Marc Hensel, dessen Matchplan bereits nach fünf Minuten zu den Akten gelegt werden konnte, als Hennings unbedrängt zur frühen Führung der Hausherren einköpfte. Danach folgten wie sooft Verunsicherung, Lethargie, Unvermögen und Alibi-Pässe auf Keeper Martin Männel, der zumindest seine Farben vor einem größeren Debakel bewahrte und in überragender Manier mehrfach rettete. Sein Gegenüber, Kastenmeier, verlebte eher einen ruhigen Nachmittag, zumal die wenigen verheißungsvollen Auer Angriffe, die zumeist aus Fortuna-Fehlern entstanden, nicht zwingend genug zu Ende gespielt werden konnten. Außerdem waren die langen Bälle aus der Abwehr heraus wenig hilfreich, fanden diese nicht wirklich den eigenen Mitspieler. Nach vorn gelang einfach gar nichts. Null Eckbälle im gesamten Spielverlauf untermauern das eindrucksvoll.
Wer nach der Pause auf ein Aufbäumen gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Zumal es wieder mit einem Gegentor weiter ging. Völlig überflüssig holte Jan Hochscheidt Sobottka in der 49. Minute an der Strafraumgrenze von den Beinen. Auch aus dem Kölner Keller kam trotz langer Wartezeit kein Veto. Warum auch, für Stumpfsinn brauchts keinen VAR. Ginczek nahm sich jedenfalls der Sache an und schickte Martin Männel in die falsche Ecke - 0:2 aus Auer Sicht. Von diesem neuerlichen Nackenschlag erholten sich die Veilchen nicht mehr. Zwar konnte erst Prince Osei Owusu in seinem 44. Zweitligaspiel seinen ersten Treffer nach Zuspiel von Dirk Carlson bejubeln (77.) und dann Antonio Jonjic fast noch den Ausgleich markieren (85.), doch letzten Endes machte Hennings per Hackentor in der 90. Minute alle leisen Hoffnungen zunichte. Ein Jubiläumsspiel mit wenig Mutmachendes. Die 354. Niederlage im 1000. Punktspiel unter dem Namen FC Erzgebirge Aue war leider mehr als gerecht. Dabei wäre es allein dem Anlass nach schon wünschenswert gewesen, entweder die bisherigen 392 Siege oder die 254 Punkteteilungen numerisch auszubauen. Doch diese Saison ist einfach nicht dazu gedacht, was Positives daraus mitzunehmen.
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