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Fortuna Düsseldorf - FC Erzgebirge Aue 'Niederlage im Jubiläumsspiel'

Schlusslicht in fast allen Statistiken. Selbst für die kühnsten Optimisten dürfte der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt sein.
Schlusslicht in fast allen Statistiken. Selbst für die kühnsten Optimisten dürfte der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt sein.
Der Abstieg aus der 2. Bundesliga für Erzgebirge Aue ist wohl nur noch Formsache. Ein trostloser Auftritt reiht sich an den nächsten. Drei Siege aus bisher 23 Partien lassen da auch keinen Platz mehr für Illusionen, dass die restlichen Spiele noch etwas ändern könnten. In der Krise werden die Schwachstellen des Kaders überdeutlich. Die schlechteste Defensive (45 Gegentore) gepaart mit dem schlechtesten Angriff (20 Tore) der Liga bedeuten nunmehr die Rote Laterne in fast allen Statistiken. Nur ein Zähler konnte Aue aus den vergangenen neun Begegnungen erzwingen. Das heißt, neben einer Punkteteilung stehen acht Niederlagen bei einem Torverhältnis von 7:25 zu Buche. Die Abwärtsspirale ist im vollen Gange, der dritte Zweitliga-Abstieg in der Vereinsgeschichte steht unmittelbar bevor. Zum Relegationsplatz fehlen der Mannschaft von Teamchef Marc Hensel mittlerweile zehn Punkte. Neben dem sportlichen Desaster kommt dann noch ein finanzielles. Die Aussichten für den Kumpelverein waren noch nie so schlecht. Wie Plan B aussieht? Keine Ahnung. Viel hört man nicht von den Verantwortlichen, die gleichzeitig zum Glanz wie zum Elend des Vereins beitrugen.
“Wir können momentan nicht liefern. Die individuellen Fehler ziehen sich durch die ganzen Wochen”, sagte Marc Hensel, dessen Matchplan bereits nach fünf Minuten zu den Akten gelegt werden konnte, als Hennings unbedrängt zur frühen Führung der Hausherren einköpfte. Danach folgten wie sooft Verunsicherung, Lethargie, Unvermögen und Alibi-Pässe auf Keeper Martin Männel, der zumindest seine Farben vor einem größeren Debakel bewahrte und in überragender Manier mehrfach rettete. Sein Gegenüber, Kastenmeier, verlebte eher einen ruhigen Nachmittag, zumal die wenigen verheißungsvollen Auer Angriffe, die zumeist aus Fortuna-Fehlern entstanden, nicht zwingend genug zu Ende gespielt werden konnten. Außerdem waren die langen Bälle aus der Abwehr heraus wenig hilfreich, fanden diese nicht wirklich den eigenen Mitspieler. Nach vorn gelang einfach gar nichts. Null Eckbälle im gesamten Spielverlauf untermauern das eindrucksvoll.
Wer nach der Pause auf ein Aufbäumen gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Zumal es wieder mit einem Gegentor weiter ging. Völlig überflüssig holte Jan Hochscheidt Sobottka in der 49. Minute an der Strafraumgrenze von den Beinen. Auch aus dem Kölner Keller kam trotz langer Wartezeit kein Veto. Warum auch, für Stumpfsinn brauchts keinen VAR. Ginczek nahm sich jedenfalls der Sache an und schickte Martin Männel in die falsche Ecke - 0:2 aus Auer Sicht. Von diesem neuerlichen Nackenschlag erholten sich die Veilchen nicht mehr. Zwar konnte erst Prince Osei Owusu in seinem 44. Zweitligaspiel seinen ersten Treffer nach Zuspiel von Dirk Carlson bejubeln (77.) und dann Antonio Jonjic fast noch den Ausgleich markieren (85.), doch letzten Endes machte Hennings per Hackentor in der 90. Minute alle leisen Hoffnungen zunichte. Ein Jubiläumsspiel mit wenig Mutmachendes. Die 354. Niederlage im 1000. Punktspiel unter dem Namen FC Erzgebirge Aue war leider mehr als gerecht. Dabei wäre es allein dem Anlass nach schon wünschenswert gewesen, entweder die bisherigen 392 Siege oder die 254 Punkteteilungen numerisch auszubauen. Doch diese Saison ist einfach nicht dazu gedacht, was Positives daraus mitzunehmen.

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