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SC Paderborn 07 - FC Erzgebirge Aue 'Laufstärkstes Spiel reicht nur für ein Remis'

Zwar hatten sich nur ca. 60 Auefans im Gästeblock verirrt, allerdings akustisch vorzüglich unterwegs gewesen.
Zwar hatten sich nur ca. 60 Auefans im Gästeblock verirrt, allerdings akustisch vorzüglich unterwegs gewesen.
Während SCP-Trainer Kwasniok mit seiner Mannschaft hart ins Gericht ging und “das mit Abstand schlechteste Saisonspiel miterleben durfte”, fasste Aues Chefcoach Pavel Dotchev die Partie bis aufs Ergebnis sehr positiv zusammen: “Wir haben guten Fußball gespielt und haben drei Tore geschossen, was selten der Fall ist.” Dass es allerdings aus Auer Sicht trotz 25:11 Torschüssen, einem Ballbesitzverhältnis von 58:32 und der saisonal besten Laufleistung von 123,92 Kilometern sowie besten Passquote von 80,75 Prozent nur zu einer Punkteteilung reichte, bezeichnet Pavel Dotchev schon als ausgemachte Auer Krankheit: “Das steckt einfach in den Köpfen ganz tief drinnen, dass wir kurz vor Schluss immer Gegentore bekommen und wichtige Punkte in der Nachspielzeit liegenlassen.” Es wären acht Punkte mehr fürs Konto möglich gewesen. Somit würde der Abstand zum Abstiegsrelegationsplatz - ohne die weiteren Begegnungen des 24. Spieltags eingerechnet - nur noch einen Zähler statt wie jetzt neun betragen. “Wir haben es nicht geschafft, uns für den Aufwand zu belohnen. Doch noch sind 30 Punkte zu vergeben. Für mich zählt jedes Spiel, da dürfen wir nicht mehr auf die Tabelle schauen”, gibt sich der 56-jährige Bulgare jedoch weiterhin kämpferisch.
Bei seinem Comeback als Cheftrainer hat er seine Elf auf vier Positionen im Vergleich zum 1:3 am vergangenen Wochenende bei Fortuna Düsseldorf verändert. So durften Dimitrij Nazarov, Malcolm Cacutalua sowie die beiden früheren Paderborner Spieler Prince Osei Owusu und Ben Zolinski von Beginn an den neuen Rollrasen in der Benteler-Arena umgraben. Es war sofort ein Spiel auf ein Tor. Die heimschwachen Paderborner, die seit 111 Tagen kein Match mehr vor heimischem Publikum gewonnen hatten, wussten gar nicht, was Sache ist. Ein Hochkaräter folgte dem nächsten, nur ein Erfolgserlebnis fehlte dem Auer Sturmlauf, der nicht abzuebben schien. Doch leider kam, was kommen musste. Nach den liegengelassenen Möglichkeiten von Nicolas-Gerrit Kühn (15.) und kurze Zeit später von Dimitrij Nazarov bestraften die Ostwestfalen den Auer Chancenwucher eiskalt und gingen mit ihrer ersten gefährlichen Aktion überhaupt in Front. Correia, nach wenigen Minuten für den verletzten Heuer eingewechselt, flankte von rechts perfekt auf Srbeny, der aus kurzer Distanz zum 1:0 für Paderborn einköpfen konnte (26.). Die Veilchen zeigten sich unbeeindruckt, machten dort weiter, wo sie aufgehört haben: Chancen herausspielen und vergeben. Malcolm Cacutalua prüfte per Kopf SCP-Keeper Huth (36.), Ben Zolinski vergab ebenso (43.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf dann noch Dimitrij Nazarov aus dem Rückraum die Latte (45.+4). Der zweite Aluminiumtreffer nach John-Patrick Strauß’ verunglückter Hereingabe (4.). So ging es mit 11:3 Torschüssen, aber einem 0:1-Rückstand in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel tat sich der FCE zunächst schwer, gegen die nun tiefstehenden Paderborner gefährliche Momente zu initiieren, immer öfter fehlte die letzte Präzision im Zuspiel. So brauchte es einen Handelfmeter, um den überaus verdienten Ausgleich zu markieren. Collins’ Handspiel nach Prince Osei Owusus Schuss sorgte für den von Dimitrij Nazarov souverän verwandelten Ausgleich (63.). Nur 90 Sekunden später durfte Lila-Weiß erneut jubeln: Ben Zolinski tauchte nach einem langen Ball allein vor Huth auf und schoss trocken zum 2:1 ein (65.). Damit nicht genug: Nach Correias Foul zeigte Schiedsrichter Thorben Siewer bedingt durch das Einschreiten des VAR erneut auf den Punkt. Verrückt, nach 23. Spieltagen gab es keinen einzigen Elfmeter für Aue und nun bereits der zweite, den abermals Dimitrij Nazarov problemlos versenkte (70.) - 3:1 für die Guten! Im Freudentaumel behielt nur Martin Männel noch den Fokus aufs Spiel. Nach einem Abseitstor (73.) kratzte Aues Keeper erst Hünemeiers Kopfball aus dem linken Eck (80.), ehe er eine Flanke artistisch unter sich begrub (85.). Im Schlussakkord war aber auch er machtlos, kassierte Gegentreffer zwei und drei. Hünemeier verlängerte eine Freistoßflanke Richtung Ademi, der aus kurzer Distanz zum 2:3 einschoss (90.). Kurz darauf konnte Martin Männel Ademis Kopfball zwar noch parieren, im Nachsetzen brachte Correia den Ball allerdings über die Linie (90.+2). Somit gab Aue den sichergeglaubten und wichtigen Sieg noch aus der Hand, bleibt damit zum zehnten Mal in Folge ohne dreifachen Punktgewinn (0S-2U-8N).

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