FC Erzgebirge Aue - Jahn Regensburg 'Wieder etwas Hoffnung'
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Bis auf Kapitän und Identifikationsfigur Martin Männel, der am Samstag positiv auf das Corona-Virus getestet worden war und durch Philipp Klewin ersetzt wurde, sah Pavel Dotchev keinen Grund, die in Paderborn gut aufgelegte Startelf zu verändern. Diese begann auch furios, hatte in der ersten halben Stunde den derzeit formschwachen Gegner aus Regensburg völlig im Griff. Einzig die mangelnde Chancenverwertung, wie von Ben Zolinski (6.) und Nicolas-Gerrit Kühn (11.) per Distanzschuss gezeigt, wertete das starke Anlaufen von Aue in gewissem Maße ab.
Als dann die Veilchen es mit schnellen Kombinationen probierten, klingelte es auch im Tor der Gäste. Einen Ballgewinn von Nicolas-Gerrit Kühn nahm Dimitrij Nazarov auf und marschierte über die rechte Seite bis zur Strafraumgrenze, um im richtigen Moment in die Mitte zu passen, wo Prince Osei Owusu leichtes Spiel hatte und sein zweites Saiosntor in die rechte untere Eck vollstreckte (23.) Auch danach schien ein weiteres Auer Tor nur eine Frage der Zeit zu sein. Von Regensburg kam nichts, so dass eine Auer Welle nach der anderen auf das Jahn-Tor zurollte. Allerdings: Das Erfolgsrezept des 1:0 hatte sich nicht in den Köpfen der Auer festgesetzt. Stattdessen versuchte man es erneut mit Schüssen von jenseits der Strafraumgrenze druch Prince Osei Owusu (32.) und Dimitrij Nazarov (35.). Mit der hauchdünnen Führung, die fast noch ins Wanken geriet - Bestes Schuss wurde von Philipp Klewin gerade so neben das Tor gelenkt (37.) - ging es in die Pause.
Es war ein Alarmsignal, welches die Veilchen allerdings nicht vermochten, zu hören und gegenzusteuern. So zog die Jahnelf nach dem Seitenwechsel das Tempo an. Das fortan zu passive Aue legte viel in die Hoffnung, mit Kontern erfolgreich sein zu können. Das sah anfänglich auch gut aus, doch mit fortlaufender Spielzeit gab es kaum noch Entlastung. Viel zu schnell waren die Bälle wieder verloren, auch weil Regensburg im Mittelfeld früh attackierte und beim FC Erzgebirge sichtlich Hektik einzog. So sahen die Zuschauer eine zerfahrene Partie mit mehr Spielanteilen der Gäste. Vor dem Tor mangelte es dem Jahn allerdings an der letzten Konsequenz, da oftmals die entscheidende Idee oder der finale Pass fehlte. Und wenn einer durchrutschte, wie von Boukhalfa, dann war Philipp Klewin per Glanzparade zur Stelle (55.).
Je näher die ominöse Nachspielzeit kam, umso mehr machte man sich Gedanken des ‘Herschenkens’. Entgegen einiger vorheriger Partien, als Aue in den letzten Minuten acht Punkte durch späte Gegentore eingebüßt hatte, überstand das Team diesmal aber diese Depri-Phase und hätte sogar fast noch das zweite Tor nachlegen können. Jan Hochscheidts Lupfer über Jahn-Keeper Meyer hinweg sollte aber am Außenposten enden. Es reichte auch so, 1:0 für den Kumpelverein.
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