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FC Erzgebirge Aue - Karlsruher SC 'Alte Muster sorgen für Niederlage'

Prince Osei Owusu und andere Auer Spieler versuchten es nicht nur einmal. Die Chancenverwertung war aber äußerst dürftig und der Genickbruch im Spiel.
Prince Osei Owusu und andere Auer Spieler versuchten es nicht nur einmal. Die Chancenverwertung war aber äußerst dürftig und der Genickbruch im Spiel.
Die Situation wird immer prekärer, die Punkte bleiben aus und die Spiele werden weniger. Im Kampf um den Klassenerhalt hat der FC Erzgebirge Aue gestern Abend einen weiteren Dämpfer erhalten. Mit 0:3 kamen die Veilchen vor 6.619 Zuschauern im Erzgebirgsstadion zwar nicht unter die Räder, machten bis zum ersten Gegentor ein sehr gutes Spiel, doch letzten Endes steht die 15. Saisonniederlage zu Buche. “Durch das erste Tor ist die Mannschaft mehr oder weniger zusammengebrochen. Da kamen die alten Muster wieder zum Vorschein. Wenn wir es nicht schaffen, selbst in Führung zu gehen und dann ein negatives Ergebnis kommt, gehen die Köpfe nach unten und man glaubt nicht mehr an sich selbst”, so Chefcoach Pavel Dotchev, für den der Einbruch auch überraschend kam. Denn es war ein Spiel, das bis Mitte der zweiten Halbzeit nicht nach einem Gästeerfolg, gleich gar nicht nach einem 0:3 aussah. Doch mit der ersten Chance für die Gäste erzielte KSC-Toptorjäger Hofmann die schmeichelhafte Führung (54.) und Marvin Wanitzek (67.) sowie Marc Lorenz (85.) verwandelten auch die zweite und dritte klare Möglichkeit zum umjubelten Sieg, während bei den Veilchen nichts mehr zusammenlief. Somit ist der Hoffnungsfunken, der nach vier Punkten in den beiden vorherigen Spielen aufkam, schnell verglüht.
Der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ertrag. Eine Erkenntnis, die nicht neu ist für die Lila-Weißen in dieser Spielzeit. Chancen gab es genügend. Ben Zolinski (6./24.) und Prince Osei Owusu (22./25.) versuchten es mehrfach, auch Nicolas-Gerrit Kühn (14.) und Dimitrij Nazarov (38.) hatten ihre Möglichkeiten. Aber es fehlte an der Präzision, an der Kaltschnäuzigkeit. Dabei spielte der FCE eine so dominante erste Halbzeit, wie er sie schon lange nicht mehr gezeigt hat. Es gelang praktisch alles. Hinten wurden die überaus gefährlichen KSC-Offensivakteure weit weg vom erneut torhütenden Philipp Klewin gehalten, der 45 Minuten völlig beschäftigungslos war. Auch im Spiel nach vorn zeigten sich die Veilchen sehr variabel. Mal wurde sehr hoch gepresst, was zu Ballgewinnen führte, dann wurden auch mal Pässe einfach lang nach vorn geschlagen, ein anderes Mal waren es viele Ballstafetten, mit denen der KSC überrascht wurde.
Nur eines fehlte: Ein Tor. Das wäre nicht nur verdient, sondern auch zwingend nötig gewesen, wie der zweite Durchgang zeigte. Denn da zeigten die Badener, wie es gehen kann. In der Art, wie sie ihr Selbstvertrauen zurückgewannen, ging selbiges bei den Veilchen verloren. Das Ergebnis war klar zu hoch, der Sieg - in dreizehn Versuchen erst der zweite Erfolg überhaupt im Erzgebirge für die Karlsruher - war aber wegen der Abgezocktheit der Gäste nicht unverdient. Aue hatte die letzten sechs Heimspiele gegen Karlsruhe gewonnen. Da war auch ein 3:1 in der Relegation 2018 dabei. Das erneute Erreichen jener Entscheidungsspiele käme für den FC Erzgebirge in dieser Saison einem Fußball-Wunder gleich. Doch diese soll es immer wieder mal geben…

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