FC Erzgebirge Aue - Karlsruher SC 'Alte Muster sorgen für Niederlage'
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Der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ertrag. Eine Erkenntnis, die nicht neu ist für die Lila-Weißen in dieser Spielzeit. Chancen gab es genügend. Ben Zolinski (6./24.) und Prince Osei Owusu (22./25.) versuchten es mehrfach, auch Nicolas-Gerrit Kühn (14.) und Dimitrij Nazarov (38.) hatten ihre Möglichkeiten. Aber es fehlte an der Präzision, an der Kaltschnäuzigkeit. Dabei spielte der FCE eine so dominante erste Halbzeit, wie er sie schon lange nicht mehr gezeigt hat. Es gelang praktisch alles. Hinten wurden die überaus gefährlichen KSC-Offensivakteure weit weg vom erneut torhütenden Philipp Klewin gehalten, der 45 Minuten völlig beschäftigungslos war. Auch im Spiel nach vorn zeigten sich die Veilchen sehr variabel. Mal wurde sehr hoch gepresst, was zu Ballgewinnen führte, dann wurden auch mal Pässe einfach lang nach vorn geschlagen, ein anderes Mal waren es viele Ballstafetten, mit denen der KSC überrascht wurde.
Nur eines fehlte: Ein Tor. Das wäre nicht nur verdient, sondern auch zwingend nötig gewesen, wie der zweite Durchgang zeigte. Denn da zeigten die Badener, wie es gehen kann. In der Art, wie sie ihr Selbstvertrauen zurückgewannen, ging selbiges bei den Veilchen verloren. Das Ergebnis war klar zu hoch, der Sieg - in dreizehn Versuchen erst der zweite Erfolg überhaupt im Erzgebirge für die Karlsruher - war aber wegen der Abgezocktheit der Gäste nicht unverdient. Aue hatte die letzten sechs Heimspiele gegen Karlsruhe gewonnen. Da war auch ein 3:1 in der Relegation 2018 dabei. Das erneute Erreichen jener Entscheidungsspiele käme für den FC Erzgebirge in dieser Saison einem Fußball-Wunder gleich. Doch diese soll es immer wieder mal geben…
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