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FC Ingolstadt 04 - FC Erzgebirge Aue '150. Auswärtsniederlage für den FCE'

Die mitgereisten Fans nahmen es zunächst noch mit Galgenhumor: "Wir steigen ab und nehmen euch mit!" Am Ende war ein klärendes Gespräch mit den Spielern am Zaun aber Pflicht.
Die mitgereisten Fans nahmen es zunächst noch mit Galgenhumor: “Wir steigen ab und nehmen euch mit!” Am Ende war ein klärendes Gespräch mit den Spielern am Zaun aber Pflicht.
377 Anhänger der Lila-Weißen folgten ihre Farben nach Ingolstadt und hielten bis zum Ende der regulären Spielzeit zumindest eine Punkteteilung in den Händen. Doch noch dem Egalisieren des 0:2-Rückstand auf ein 2:2 machte der Sonntagsschuss von Ingolstadts Poulsen in der Nachspielzeit jegliches Aufkeimen von Hoffnung wieder zunichte. Dafür durfte der FCI in seinem 300. Zweitligaspiel nach zuletzt vier Niederlagen in Folge mal wieder jubeln. Und so wie das Spiel für Lila-Weiß endete, begann es auch: mit einem derben Rückschlag. Bereits nach sieben Minuten schickte Schiedsrichter Florian Heft Aues Sturmspitze Prince Osei Owusu frühzeitig zum Duschen. Ein Handschlag auf die Brust seines Gegenspieler Gaus, der verzögert die Opferrolle mimte, sollte für eine Tätlichkeit und damit zu glatt Rot reichen. Bereits der vierte Platzverweis für einen Auer Akteur in dieser Spielzeit. Nur in der Saison 2012/13 gab es mit fünf roten Karten mehr grobe Verstöße in der Zweitligageschichte der Veilchen.
Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß oder an Naivität nicht zu überbieten. Wie dem auch sei, die Folgen spürte der FC Erzgebirge sofort. Über rechts gelangte das Leder in den Auer Strafraum. Dort legte Bilbija für Schmidt ab, der aus zentraler Position mit links zur Führung abschloss (25.). Und nur drei Minuten später legte der FCI nach. Eine Ecke von Gaus fand den völlig freien Musliu, der keine Probleme hatte, per Kopf das 2:0 zu erzielen (28.). Der FCI zeigte sich enorm effizient und machte zwei Tore aus drei Torschüssen. Aue musste sich sortieren und aufpassen, dass bei Schneeregen nicht noch mehr passierte. Damit entwickelte sich bis zur Pause ein Spiel, was Chefcoach Pavel Dotchev bereits vorhersagte: Zerfahren. Ansehenswerte Aktionen gab es daher keine mehr.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Viele Fehler auf beiden Seiten verhinderten einen konstruktiven Spielaufbau. Wenn es erwähnenswerte Chancen gab, dann zunächst für Ingolstadt. So hatte erneut Schmidt (55.) das 3:0 auf dem Fuß, verpasste eine scharfe Eingabe jedoch knapp. Mit einem Doppel-Wechsel bei den Veilchen kam frischer Wind in das eigene Offensivspiel. Das zahlte sich in der 69. Minute aus: Der eingewechselte Antonio Jonjic konnte von links in den Strafraum dribbeln und verlud im Anschluss den früheren Auer Robert Jendrusch im Tor des FCI. Der Anschlusstreffer von Aue sorgte nur kurz für Nervosität in den Reihen der Schanzer, die sich kurz darauf wieder fingen und den alten Abstand sogar mehrfach auf dem Fuß hatten. Pick (76.) streifte mit seinem Schuss den Außenpfosten, Schmidt (82.) traf die Latte, nachdem Aues Torhüter Martin Männel gerade noch mit den Fingerspitzen am Ball war.
Mit der Hereinnahme von Jan Hochscheidt läutete Pavel Dotchev die Schlussoffensive ein. Auch dieser Joker zahlte sich alsbald aus. Einen weiten Ball von Clemens Fandrich konnte der Blondschopf am Rand des Fünfmeterraums unter Bedrängnis stark behaupten, legte mit viel Übersicht auf Sören Gonther zurück, der die Kugel knapp hinter der Lattenunterkante ins Tor ballerte (89.). Doch das letzte Wort in der Schlussphase hatte wie so oft in dieser Saison der Gegner: Nach einer Ecke nahm sich FCI-Joker Poulsen ein Herz und zog aus gut 20 Metern ab. Der Ball schlug unhaltbar rechts im Auer Tor ein, der die 16. Saisonpleite und zugleich die 150. Auswärtsniederlage in der 2. Bundesliga des FC Erzgebirge besiegelte. “Wer das Spiel verliert, steigt ab”, hatte Pavel Dotchev vor der Partie prophezeit. Aufgrund der Niederlage von Dresden ist der Abstand zum Relegationsplatz indes unverändert, allerdings gehen Aue so langsam die Spiele aus, sodass es auch rechnerisch bald nicht mehr machbar ist.

Spielbericht

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