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Hamburger SV - FC Erzgebirge Aue 'Siebte Niederlage im neunten Spiel'

Auch die eingewechselten Auer Spieler Malcolm Cacutalua (li.) und Jan Hochscheidt (mi.) konnten die Niederlage nicht mehr abwenden. (Quelle: Menne)
Auch die eingewechselten Auer Spieler Malcolm Cacutalua (li.) und Jan Hochscheidt (mi.) konnten die Niederlage nicht mehr abwenden. (Quelle: Menne)
Hat man insgeheim gehofft, dass von Erzgebirge Aue im Nachholspiel des 26. Spieltages mit etwas mehr Gegenwehr zu rechnen sei, wurde leider abermals enttäuscht. Fast schon ihrem Schicksal ergebend, konnten die Mannen von Pavel Dotchev dem Bundesliga-Dino wenig Paroli bieten und unterlagen schlussendlich saft- und kraftlos mit 0:4. Die 17. Saisonniederlage für den FC Erzgebirge - damit auch neuer Negativrekord nach 2007/08, 2014/15, 2018/19 mit nur 16 Pleiten in der Zweitligahistorie - war hoch verdient, so hart das klingen mag. Es fallen auch zu viele und zu einfache Gegentore, die Aue schnell auf die Verliererstraße bringt.
Auf der Gewinnerseite wird nun der Hamburger SV, der seine Sieglosserie von fünf Partien und deren Ausbeute von zwei mageren Punkten beenden konnte, in den Himmel gehoben, profitierte aber weitestgehend vom schwachen Auftritt der Herren in Lila-Weiß. “Der einzige Unterschied zu Samstag war, dass wir etwas präziser in unserem Passspiel und auch bei den Hereingaben waren”, versuchte Hamburgs Trainer Tim Walter das klare Ergebnis in Bezug auf das verlorene Heimspiel zuletzt gegen den SC Paderborn (1:2) zu begründen. Dass aber der Tabellensiebzehnte zu Gast war und dem Ganzen fast nichts entgegenzusetzen hatte, unterschlug der HSV-Coach. Denn nach Glatzels Tor in der 14. Minute überließen die Hausherren den Auern eigentlich viele Räume, die eine qualitativ besser besetzte Mannschaft durchaus hätte nutzen können. Doch dem Team von Trainer Pavel Dotchev sah man deutlich an, warum es mit 19 Punkten in der Tabelle weit abgeschlagen ist.
Außerdem war die hohe Startelf-Rotation Gift fürs Auer Aufbauspiel. Gleich auf fünf Positionen gab es neues Personal - mehr Wechsel waren es bei den Veilchen in diese Saison noch nie! Die gewollte Belastungssteuerung zahlte sich nicht aus, zudem patzte auch noch Veilchen-Kapitän und Keeper Martin Männel: Einen Freistoß aus 27 Metern zog Kittel geradewegs aufs Tor, der mit leichtem Flattern durch die Hände von Martin Männel rutschen sollte (45.+1). 0:2 zur Pause hinten, zum siebten Mal in dieser Spielzeit. Ein Happy End für den FC Erzgebirge, geschweige denn einen Punkt, gab es bei diesem Szenario noch nie.
Und obwohl es die Hamburger in der zweiten Halbzeit auch ruhiger angingen, änderte dies fast nichts am Kräfteverhältnis. Von Aue kam bis auf einen Jonjic-Schuss (51.) keine wirkliche Offensivaktion mehr. Anders die Rothosen, die nach gut einer Stunde wieder Lust verspürten, den rund 22.000 Zuschauern im Volksparkstadion was anzubieten. Glatzel (67., 70.), Vagnoman (70.) und Reis (73.) vergaben zunächst weitere Möglichkeiten die Führung auszubauen, was schlussendlich Heyer mit seinem sechsten Saisontor zum 3:0 (75.) sowie Reis per 18 Meter-Treffer (83.) dann auch machten.
Der überpünktliche Abpfiff von Schiedsrichter Arne Aarnink manifestierte die siebte Niederlage im neunten Spiel für die Veilchen (1S-1U-7N). “Zum Schluss hatte meine Mannschaft keine Kraft mehr, da hat sie komplett abgebaut”, sagte Pavel Dotchev, der nebenbei Jannis Lang zur Premiere im Trikot der Veilchen verhalf. Vielleicht bekommt der Jungspund im kommenden Spiel am Samstag im Erzgebirgsstadion mehr Einsatzminuten. Schlechter als das restliche Team gestern Abend wird er es sicherlich nicht machen. Kaum Gegenwehr, kaum ein Aufbäumen - Aue wartete augenscheinlich auf den Gnadenstoß.

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