SC Verl - FC Erzgebirge Aue 'Frühe Führung und selbstgemachtes Leid'
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Dabei begann die Partie in der Paderborner Home Deluxe Arena optimal für die Veilchen. Marco Schikora schickte Marvin Stefaniak auf der linken Seite steil, der im Anschluss zum Tänzchen ansetzte und mit einem wuchtigen Abschluss unter die Querlatte sein Team die frühe Führung bescherte (4.). Allerdings war das bereits das Highlight in Durchgang eins. Danach passierten enorme und folgenschwere Unzulänglichkeiten in der Auer Hintermannschaft, die der SC Verl eiskalt ausnutzte. Erst landete ein abgefälschter Schuss von Corboz im Netz der Auer (9.), dann legte Paetows per Kopf zu Akono auf, der aus Nahdistanz dankend einschob (16.). Die Veilchen weiterhin von der Rolle und mit viel Glück unterwegs, dass es bis zur Pause nicht einen höheren Rückstand zu verzeichnen gab. Denn Wolframs Lupfer nach 22 Minuten und Akonos Sololauf, den Martin Männel im Eins-zu-Eins-Duell gewann (30.), waren erfolgversprechende Torchancen für den SC. In der Offensive der Veilchen gab es so gut wie keine nenneswerte Aktion mehr. Die beste Möglichkeit hatte noch Sam Schreck, dessen Distanzschuss in der 39. Minute knapp vorbei ging. “Wir haben es nicht verstanden, über die ersten 45 Minuten unsere Idee von Fußball auf den Platz zu bringen”, resümierte Carsten Müller.
Eine Reaktion nach dem Seitenwechsel blieb zunächst aus. Auch der mit Gelb vorbelastete Erik Majetschak, der den gelbgesperrten Burger in der Innenverteidigung ersetzte, blieb überraschenderweise auf dem Platz - allerdings nur bis zur 68. Minute, denn Schiedsrichter Patrick Kessel (Norheim) zeigte Aues Defensivspieler nach der Unterbindung eines Verler Konters die Ampelkarte. Überdies kassierte die nun dezimierte Müller-Elf noch den dritten Gegentreffer: Der am Elfmeterpunkt völlig freie Otto traf aus der Drehung mit links zur Vorentscheidung (70.). Verrückt und eigentlich völlig undiskutabel wachten die Lila-Weißen erst jetzt auf und belohnten sich mit dem Anschlusstreffer. Der eingewechselte Maximilian Thiel hatte auf der linken Seite viel Platz, lief bis zur Grundlinie und passte von da herrlich zurück auf den ebenfalls eingewechselten Borys Tashchy. Überlegt schlenzte der Joker nach 82 Minuten aus zwölf Metern sein erstes Saisontor in die Maschen. Aue hatte Blut geleckt, warf trotz Unterzahl alles nach vorne. Ein dritter Treffer für die Veilchen sollte aber nicht mehr fallen. Hätte man den Turbo eher gezündet, wäre womöglich vielmehr drin gewesen. Diesen Vorwurf muss sich die Mannschaft gefallen lassen, demnach selbstgemachtes Leid.
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