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FC Erzgebirge Aue - Fortuna Köln 'Mit Dominanz und Spielkontrolle zum Sieg'

Das hatte das altehrwürdige Old Otto nicht verdient gehabt. Nein, nicht die von allen Rängen einbezogene lila-nebelnde Choreo und nein, nicht das 2:0 gegen eine großzügige Fortuna aus Köln, sondern die nur 6.500 anwesenden Fans, die ihrem Stadion die letzte Ehre erwiesen. Klar reißt so ein Punktspiel bei miesem Wetter und nicht allzu zugstarken Gegner keinen vom Sofa hoch. Aber es stimmt einen schon versonnen, wenn man bedenkt, dass die Spieler heuer zum letzten Mal in die Kurve kamen, die gekreuzten Hämmer zeigten und eines der vielen Traditionen zum letzten Mal zelebrierten - da kommt schon Wehmut auf. Demnach hatte das letzte Heimspiel in diesem Oval nicht nur sportlichen Wert, vielmehr war es von historischer Bedeutung. Ein 2:0 wird in den Geschichtsbüchern stehen, beide Tore mit vorbereitet von Philipp Riese. Einer der kleinsten im Team trumpfte ganz groß auf. Aber auch Martin Männel verhalf mit seiner spektakulären Parade gegen Dahmani in der 2. Minute dazu, dass die bemerkenswerte Heimserie von zehn ungeschlagenen (saisonübergreifend und mit Pokal bereits 15) Spielen weiter Bestand hat. Durch den Erfolg behaupteten die Veilchen Rang sechs, verkürzten den Rückstand auf den Relegationsplatz von vier auf zwei Punkte. Durchweg hatten die Hausherren die Zügel in der Hand, kombinierten sich erstaunlicherweise locker flockig durch die Kölner Reihen und gingen nach Nicky Adlers Kopfballversuch (12.) elf Minuten später mit dem zweiten Hochkaräter in Führung. Dauerläufer Philipp Riese steckte den Ball überlegt zu Simon Skarlatidis durch, der vor Kölns Torhüter Poggenborg die Nerven behielt und aus elf Metern einschob.
Die Veilchen kontrollierten weiterhin die Partie über ihre Defensive, ließen kaum Chancen der Fortuna zu und drückten gleichzeitig vorne aufs zweite Tor. Allzu lange musste man nicht warten. Eine abgeblockte Ecke landete bei Philipp Riese, dessen Diagonalball gab Eckenschütze Calogero Rizzuto direkt in die Mitte weiter zu Adam Sušac, der ebenfalls direkt abzog. Poggenberg ließ nur abprallen, sodass Nicky Adler zum 2:0 (31.) abstauben konnte. Danach vergab Simon Skarlatidis sogar noch zwei gute Chancen (37./42.), um das Spiel schon vor dem Pausenpfiff zu entscheiden. Im zweiten Abschnitt gab der beruhigende Vorsprung Sicherheit, aber es fehlte an zwingenden Tormöglichkeiten. Mario Kvesic (68.), Max Wegner (72.) und der eingewechselte Mike Könnecke (82.) nutzten ihre Chancen nicht konsequent genug. Die letzte gefährliche Aktion kam von Simon Skarlatidis, als er mit einem Flachschuss aus 20 Metern nur den Pfosten traf. Sechs Minuten später pfiff Schiedsrichter Lasse Koslowski den ungefährdeten Heimsieg ab und die Mannschaft zeigte zum letzten Mal die Hämmer vor der ausgelassenen Kurve, in der sich bereits gewisse Demontagearbeiten zugetragen haben. Auch das A/B Blockschild wurde bereits als Souvenir ins Auge gefasst und ist in guten Händen, wie man so hört. Bis zum offiziellen Baustart am 11. Dezember 2015 ist es noch ein wenig hin, demzufolge dürfte das ein oder andere Inventar noch den Besitzer wechseln.

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