75 Jahre Kumpelverein
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In fünf Jahren zum 80. Ehrentag werden die Feierlichkeiten hoffentlich unter normalen Umständen wieder durchgeführt werden können und vielleicht gibt es bis dahin einen Beweis für das genaue Gründungsdatum. Denn historische Belege für die vom sowjetischen Stadtkommandanten erteilte Erlaubnis zur Gründung eines Fußballvereins in Aue am 4. März 1946 sind bekanntlich noch nicht gesichtet worden. “Somit bleiben die Ereignisse an jenem Rosenmontag eine Anekdote mit viel Charme, welche auch gut zu unserem Kumpelverein passt”, heißt es in der Chronik auf der FCE-Homepage. Auf das bisher Geleistete kann der Verein aber trotzdem stolz sein. In den 1950er-Jahren feierte die BSG Wismut Aue ihre größten Erfolge. 1956, 1957 und 1959 wurde die Mannschaft DDR-Meister, 1955 FDGB-Pokalsieger. Manfred Kaiser, Heinz Satrapa und Willy Tröger, der im Zweiten Weltkrieg eine Hand verloren hatte, gehörten zu den bekanntesten Auer Spielern der Vergangenheit. 1993 wurde der Verein in FC Erzgebirge Aue umbenannt. “Den Namen hatten wir bewusst so gewählt, um die gesamte Region mit einzubeziehen und wieder für den Fußball zu begeistern”, sagte FCE-Präsident Helge Leonhardt, dessen Bruder - damals selbst der Clubmonarch - zehn Jahre nach der Umbenennung mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga “die erste Rakete gezündet hatte.” Seitdem gehört der Traditionsverein mit zwei kurzen Unterbrechungen zum Inventar im deutschen Fußball-Unterhaus und hat inzwischen 500 Zweitliga-Spiele bestritten. In der laufenden Saison liegt die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster nach 24 Spieltagen mit 33 Punkten erneut auf sicherem Kurs Klassenverbleib - also dann, auf den nächsten Meilenstein.
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