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SV Darmstadt 98 - FC Erzgebirge Aue 'Selbst auf die Verliererstraße gebracht'

Nach nach den punktlosen Auftritten in Fürth, Heidenheim und Kiel sollte der Auswärtsbock endlich umgestoßen werden, ausgerechnet in Darmstadt. Es kam (wie sooft) alles anders, die mittlerweile in dieser Spielzeit vierte Auswärtsniederlage in Serie hatte Aue sich aber selbstzuzuschreiben. "Beim 0:1 servieren wir dem Gegner den Ball in unserer eigenen Hälfte auf dem Silbertablett, beim 0:2 sind wir nicht am Mann", so Dirk Schuster, der sich seine neuerliche Rückkehr an die alte Wirkungsstätte sicherlich anders vorgestellt hatte. "Heute war in meinen Augen mehr drin, aber wir sind auf einigen Positionen aber nicht an die nötige Form rangekommen." So ging das Drama für die Lila-Weißen, die neben Clemens Fandrich und Ben Zolinski (beide in Corona-Quarantäne) erneut auf Jan Hochscheidt verzichten mussten, frühzeitig in die Vollen. John-Patrick Strauß verlor am eigenen Strafraum den Ball an Ex-Veilchen Rapp. Über Honsak kam das Leder zu Dursun, der den ersten seiner insgesamt drei Treffer erzielte (4.).
"Das frühe Gegentor war das Schlimmste, was uns passieren konnte", befand Pascal Testroet, der heuer selbst mit dem Torabschluss haderte. Allein im ersten Durchgang vergab der 30-Jährige drei hochkarätige Chancen. Entweder parierte SV98-Torwart Schuhen (20.) oder es fehlten nur wenige Zentimeter (26.). oder es stand die Querlatte im Weg (30.). Vom Trainer gab es hinterher aufmunternde Worte: "Paco braucht sich überhaupt nicht zu entschuldigen. Er hat mit Einsatzbereitschaft, Laufstärke und Zweikampfhärte versucht, hier alles reinzuhauen. Er wirkte heute unglücklich vor dem Tor." Dafür präsentierten sich die Hessen vor dem Kasten gnadenlos effizient. Dursun konnte sich nach einem Freistoß gegen Ognjen Gnjatic durchsetzen und noch vor der Pause zum 2:0 für Darmstadt einköpfen (27.). In der 67. Minute schnürte der Torjäger der Lilien nach einem Konter mit einem Flachschuss seinen Dreierpack.
Immerhin gaben sich die Veilchen trotz des deutlichen Rückstandes nie auf und schufen beim späten Anschlusstreffer durch Dimitrij Nazarov (79., Handelfmeter) wenigstens Historisches: Es war Aues erstes Zweitliga-Tor in Darmstadt. In der Schlussminute stellte Honsak den alten Abstand aber wieder her. Zu diesem Zeitpunkt standen zwei Auer Akteure schon längst nicht mehr auf dem Platz. Aues Abwehrchef Sören Gonther war bereits in der 13. Minute nach einem Tritt von Honsak mit einer Fußverletzung ausgeschieden. Der für Sören Gonther eingewechselte Louis Samson flog nach einer Stunde nach seinem zweiten Foul mit der Ampelkarte vom Feld. "Die Gelb-Rote-Karte war sicherlich regelkonform, aber ohne Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter. Wir kommen mit dem Treffer zum 3:1 nochmal zurück und konnten es kurz unruhig machen. Aber in Unterzahl ist es dann natürlich schwierig", sagte Dirk Schuster nach der fünften Auer Niederlage im fünften Gastspiel am Böllenfalltor, "wo wir uns selbst auf die Verliererstraße gebracht haben." Mit nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Partien in der Fremde (1S-0U-6N) ist Erzgebirge Aue bei 3:13 Toren aber nicht nur am Bölle ein gern gesehener Gast. Glücklicherweise steht als nächstes das Heimspiel gegen Sandhausen auf dem Programm - im Erzgebirgsstadion läufts bekanntlich besser.

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