1. FC Nürnberg - FC Erzgebirge Aue 'Punkteteilung bei Shpilevskis Einstand'
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Nun mit Neuzugang Soufiane Messeguem auf dem Grün setzte aber zunächst der FCN mit Möller Daehli (49.) und Handwerker (51.) die ersten Akzente des zweiten Durchgangs. Im Gegenzug nagelte Dimitrij Nazarov einen Distanzschuss ans Außennetz. Das Pendant dazu lieferte kurz darauf Anthony Barylla. Sein Linksschuss aus 15 Metern war dann zu zentral geraten (56.). Im Anschluss häuften sich allerdings die Fehler im Auer Spielaufbau. Ein Schuss von Nürnbergs Borkowski verfehlte das Ziel nur knapp (63.) und läutete eine kurze Druckphase der Franken ein. Die Veilchen konnten sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien. Für die nötige Entlastung fehlten auch die personellen Alternativen auf der Bank. So parkte man den Mannschaftsbus am Sechzehner und bot den Franken kaum offene Schussbahnen, sodass es zu häufigen Distanz-Versuchen kam. Als die letzte Gelegenheit in Schäfflers Direktabnahme endete (89.), stand der Punkteteilung nichts mehr im Weg.
“Wir haben es uns verdient, mit einem Punkt nach Hause zu fahren. Wir haben in der eigenen Hälfte alles reingeschmissen, nur sehr wenig zugelassen. Mehr als Halbchancen hatte Nürnberg nicht”, sagte Kapitän Martin Männel zum Auftaktspiel seiner 13. Saison bei Erzgebirge Aue, und lobte zudem den Angriff: “Wir haben vorn viel Druck erzeugt, so dass Nürnberg mit seinen richtig guten Spielern oft nur mit langen Bällen operieren konnte.” Schaut man allerdings auf die Daten des Spiels, fällt auf, dass die Zweikampfquote der Veilchen immer noch ausbaufähig ist. Von insgesamt 207 geführten Duellen gewann Aue davon nur 86. Besonders bei der Zweikampfquote nach Kopfbällen hat Nürnberg mit 72,7 zu 27,3 Prozent deutlich die Nase vorn. Auch die Fehlpassquote ist beim FCE auffällig hoch. Vor allem nach Ballgewinnen geht die Kugel zu schnell durch schlampige Zuspiele wieder verloren. In Zahlen ausgedrückt: von 343 gespielten Pässen kamen nur 66 Prozent (227) beim eigenen Mann an. Viel Arbeit für das Team um Aleksey Shpilevski, der aber über den Punktgewinn trotzdem sehr froh ist: “Es war das erwartet schwere Spiel, aber unser Plan ist gut aufgegangen. Vor allem freut es mich, dass die Jungs eine unfassbare Gier und eine gute Hingabe an den Tag legten.” Martin Männel sieht es ebenso: “Die Körpersprache, die Leidensbereitschaft aller war sehr gut. Darauf können wir aufbauen.”
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