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FC Erzgebirge Aue - SV Sandhausen 'Statt 2:1-Führung geht Aue 1:3 unter'

Eine von vielen Möglichkeiten, selbst die Führung zu erzielen: hier scheitert Babacar Gueye im Eins-zu-Eins an SVS-Keeper Drewes (79.)
Eine von vielen Möglichkeiten, selbst die Führung zu erzielen: hier scheitert Babacar Gueye im Eins-zu-Eins an SVS-Keeper Drewes (79.)
Nichts war es mit dem erhofften ersten Saisonsieg für Erzgebirge Aue. Gegen den ebenfalls zuvor sieglosen SV Sandhausen setzte es eine 1:3 Niederlage. Im zweiten Auer Heimspiel der noch jungen Saison erlebten die 6.640 Zuschauer im Erzgebirgsstadion neben einer enttäuschenden ersten Hälfte zwar einen Kopfballtreffer von Babacar Gueye (65.), der aber gegen die Tore von Esswein (52.), Bachmann (82.) und vom früheren Auer Sebiou Soukou (88.) nicht reichen sollte. So bleiben die Veilchen nach drei Unentschieden zum Saisonstart sieglos und rutschen auf Relegationsplatz 16 ab.
“Unser Anlaufen in der ersten Halbzeit war ganz schwach, wir kamen immer einen Schritt zu spät, haben einfach zu wenig Druck ausgeübt”, sagte FCE-Chefcoach Aleksey Shpilevski, der seine Mannen zur Pause lautstark wachrütteln konnte, aber “bei den entscheidenden Gegentoren in der Schlussphase sei man in die Passivität der ersten Hälfte verfallen.” Dabei hatte der Coach eindringlich gewarnt, hier den ebenfalls nicht ideal gestarteten Gast aus Sandhausen zu unterschätzen: “Wir müssen den Jungs klar vor Augen halten, dass in dieser Liga jeder Fußball spielen kann und wir immer die Grundtugenden abliefern müssen.” Doch seine Spieler schienen es überhört zu haben. Denn man überließ die in komplett neongrün spielenden Sandhäuser in der ersten Halbzeit fast vollständig die Initiative. Zwar standen die Veilchen defensiv recht ordentlich, dennoch schaffte es der SVS häufiger, für Gefahr zu sorgen. Esswein (5.) und Ritzmaier (30.) trafen sogar zweimal das Aluminium. Die in den bisherigen vier Pflichtspielen sichtbare Offensivschwäche der Auer setzte sich nahtlos fort. Vor der Pause hatte nur Omar Sijaric, der wie auch Antonio Jonjic den Vorzug vor Dimitrij Nazarov und Ben Zolinski in der Startelf bekam, eine gute Einschusschance, die der stark reagierende Torhüter Drewes (38.) aber vereitelte.
Nach der lauten Halbzeitansprache vom Coach und dessen Dreifachwechsel (Dimitrij Nazarov, Ben Zolinski und Sascha Härtel für Anthony Barylla, Antonio Jonjic und Omar Sijaric) hatte Gaëtan Bussmann die Führung auf dem Kopf. Doch völlig frei hämmerte Aues Abwehrspieler den Fandrich-Freistoß neben das Tor (48.). Nur vier Minuten später klingelte es auf der Gegenseite. Eine grenzwertige Rettungsaktion an der Seitenlinie - ob der Ball im Aus war oder nicht, konnte nicht eindeutig belegt werden - machte den Weg frei für Sicker und Keita-Ruel, der den rechts völlig freistehenden Esswein mitnahm und dieser zum ersten Sandhäuser Saisontor einschob (52.). Aue wirkte angeschlagen, kam jedoch urplötzlich zurück, weil Ben Zolinski links nicht am Flanken gehindert wurde und Babacar Gueye sich im Kopfballduell kurz vor dem Tor gegen Zhirov durchsetzte und ausglich (65.). Danach zogen die Lila-Weißen das Tempo weiter merklich an und standen des Öfteren vor der erneuten Führung. Doch weder Dimitrij Nazarov (71. / 76.) noch Babacar Gueye (72.) schafften es im Eins-zu-Eins an SVS-Keeper Drewes vorbeizukommen. In der 79. Minute dann endlich die Erlösung. Nach einem Einwurf von John-Patrick Strauß und der doppelten Kopfballverlängerung von Sören Gonther und Babacar Gueye vollstreckte Dimitrij Nazarov zum 2:1. Alle rasteten aus, kamen aber schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück, denn der VAR hatte eine Abseitsstellung des vermeintlichen Torschützen gesehen. Und es kam noch bitterer für die Veilchen. Faktisch aus dem berühmten Nichts und mittenrein in die Auer Drangphase gelang Sandhausen mit der ersten Offensivaktion die erneute Führung. Aue war geschockt und ließ sogar noch den dritten Treffer zu. Drei Tore für die zuvor torlosen Sandhäuser, die damit auch noch ihren ersten Auswärtserfolg im Jahr 2021 feiern durften. Für Erzgebirge Aue steht am kommenden Samstag das Gastspiel bei Schlusslicht Holstein Kiel an. Ein weiterer Gegner, der in dieser Zweitliga-Saison noch nicht gewonnen hat...

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