FC Erzgebirge Aue - 1. FC Heidenheim 'Doppelpacker Jonjic hatte nur kurz Eierflattern'
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Im Erzgebirgsstadion war beim 16. Aufeinandertreffen zwischen Aue und Heidenheim nicht lange Leerlauf. Schon nach sieben Minuten hätte der Großteil der 6.899 Zuschauer fast das erste Mal gejubelt. Nach einer Flanke von Antonio Jonjic patzte Heidenheims Verteidiger Mainka bei der Annahme und Omar Sijaric beförderte den Ball aus kurzer Entfernung mit der Fußspitze in Richtung Tor. Doch letztlich fehlte dem überraschenden Abschluss die Härte. Die Veilchen, die im Vergleich zum 1:1 gegen Hannover nur auf einer Position verändert aufliefen - Soufiane Messeguem rückte nach seiner Sperre für Jan Hochscheidt in die Startelf - waren nun sehr gut im Spiel, bestimmten das Geschehen. Wie so oft fehlte aber der letzte entscheidende Punch. So auch in der 32. Minute, als Antonio Jonjic an der Strafraumgrenze den Ball eroberte und im Anschluss für Nicolas-Gerrit Kühn auflegte. Doch dessen Abschluss war einfach zu lasch und unplatziert, um Gästekeeper Müller zu überraschen (32.). Kurz darauf war Heidenheims Schlussmann aber geschlagen. Zunächst versuchte Antonio Jonjic den am Elfmeterpunkt lauernden Dimitrij Nazarov anzuspielen, doch der Aserbaidschaner kam gar nicht erst an den Ball. Die Kugel trudelte an Freund und Gegner vorbei einfach ins lange Toreck - 1:0 für Aue (33.).
Die Freude hielt allerdings nur kurz, denn auf der Gegenseite zappelte der Ball urplötzlich im Netz von Keeper Martin Männel. Zum Glück waren die Schiedsrichter heute auf Augenhöhe und verwehrten den Treffer wegen eines Foulspiels von Vorbereiter Burnic an Dirk Carlson die Gültigkeit. Auch der VAR hatte gegen diese diskussionswürdige Entscheidung nichts einzuwenden. Dennoch zeigte die Auer Defensive Schwächen und 120 Sekunden später folgte die nächste dicke Chance für den FCH: Abermals stand Leipertz alleine vor Martin Männel, der dieses Mal aber großartig mit der linken Hand parierte (38.). Nach dem von Antonio Jonjic verspürten “Eierflattern” blieb die hauchdünne lila-weiße Führung bestehen und wurde kurz vor der Halbzeitpause endlich ausgebaut. Bei einem Konter wurde Antonio Jonjic wunderbar von Dimitrij Nazarov bedient und erzielte mit einem Linksschuss sein drittes Saisontor (45.).
Heidenheims Trainer Schmidt reagierte zur Pause und verpulverte gleich drei neue Spieler sowie nach einer Stunde sein komplettes Wechselkontingent. An den Kräfteverhältnissen änderte sich nämlich wenig. Martin Männel musste nicht eine gefährliche Szene entschärfen, weil seine Vorderleute abräumten und den Gästen so den Zahn zogen. Gegen den eingewechselten Malone (55.) und Theuerkauf (78.) konnte Aues Keeper problemlos parieren, Busch verzog fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit deutlich (85.). Auf der Gegenseite kam Aue das eine oder andere Mal zu guten Kontergelegenheiten, spielte diese Situationen aber nicht mit letzter Konsequenz aus. Der wohl einzige Makel an diesem Sonntagnachmittag, was nach einem 2:0 aber erstmal völlig nebensächlich ist. Nach der Länderspielpause am kommenden Wochenende reisen die Veilchen nach Rostock, bei der Kogge soll die Ungeschlagenen-Serie fortgesetzt und die Abstiegsplätze verlassen werden.
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