Viktoria Köln - FC Erzgebirge Aue 'Platzverweis mit Folgen'
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Dabei machten seine Jungs sich auch selbst das Leben schwer. Denn bis zur 62. Minute war es vor 2.862 Zuschauer im Stadion am Höhenberg eher ein ausgeglichenes, wenn auch zähes Spiel mit vielen Fouls und Unterbrechungen und ganz wenig Torgefahr in jeglicher Form. Eine biedere Nullnummer halt. Doch es folgte der Platzverweis von Sam Schreck, der zuvor versucht hatte, den Ball zu spielen, aber mit offener Sohle das Schienbein seines Gegenspielers traf. Carsten Müller sprach nach der Partie von einer “50:50-Aktion” und sagte, dass beide Spieler “zum Ball gehen. Aber der Schiedsrichter wird sich schon etwas gedacht haben”. Hat er auch und zeigte Aues Mittelfeldspieler glatt Rot. “Da ist ein bisschen Ball und viel Schienbein dabei”, resümierte Keeper und Kapitän Martin Männel nach erneuter Betrachtung der Bilder. “Die Entscheidung ist korrekt. Wenn gegenläufige Bewegungen da sind, tut es leider etwas weh. Dann ist auch noch die Sohle offen und deshalb gibt es die Rote Karte.”
Und ab da nahm das Unheil seinen Lauf. Innerhalb von drei Minuten lagen die Lila-Weißen 0:2 zurück. Erst traf Becker, als er einen von Martin Männel abgewehrten Schuss für sich nutzte (72.), und kurz darauf erhöhte Koronkiewicz per fragwürdigen Handelfmeter - der sich wegdrehende Ulrich Taffertshofer bekam den Ball an den linken Arm - auf 2:0 für die Domstädter (75.). Den Schlusspunkt setzte dann Lankford in der Nachspielzeit. So gab es für Aue nichts zu holen. In den letzten beiden Spielen vor der WM-Pause gegen den MSV Duisburg und Dortmund II müssen daher dringend Punkte her, am besten sechs.
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