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Chemnitzer FC - FC Erzgebirge Aue 'Ganz schwache Vorstellung'

Aus Stolz wurde Frust. Über 1.800 Auer Schlachtenbummler sahen am Ende eine außerordentlich dürftige Vorstellung ihrer Farben.
Aus Stolz wurde Frust. Über 1.800 Auer Schlachtenbummler sahen am Ende eine außerordentlich dürftige Vorstellung ihrer Farben.
Einsatz, Wille, Leidenschaft, Kampfgeist, mannschaftlicher Zusammenhalt - all das gab es heute zu sehen. Allerdings nicht bei Lila-Weiß beziehungsweiße zu Ehren der Wismut-Pokalsiegermannschaft von 1955 bei Weinrot. Mit 0:3 musste sich der FC Erzgebirge Aue im Viertelfinale des Wernesgrüner Sachsen-Pokals deutlich und auch verdient geschlagen geben. Die Veilchen hätten womöglich noch Stunden spielen können und es wäre ihnen kein Treffer gelungen. Der Frust der über 1.800 mitgereisten Schlachtenbummler verständlich, hatte man sich nach dem Derbysieg vergangener Woche beim FSV Zwickau nun auch hier im Stadion an der Gellertstraße insgeheim ein Weiterkommen ausgerechnet. Doch über 90 Minuten hinweg war das Team des ehemaligen Auer und nun Chefcoach der Himmelblauen, Christian Tiffert, das klar bessere, zog im Spiel des Jahres vor 14.000 Zuschauern souverän in die nächste Runde ein.

Für den Regionalligist, der zuvor vier Niederlagen in Folge bei 0:7 Toren kassierte, lief der Start mehr als optimal. Denn dass es bereits nach 28 Sekunden 1:0 und nach weiteren 13 Minuten 2:0 für die Hausherren stehen würde, hatte wohl niemand erwartet. Aue war einfach nicht präsent, kam durch die vielen Rotationen in der Startelf - Maximilian Thiel, Nico Gorzel, Marvin Stefaniak und Paul-Philipp Besong kamen für Marco Schikora, Omar Sijaric, Boris Tashchy und Tim Danhof neu uns Spiel - gar nicht zum Zuge und hatte mehr oder weniger mit sich selbst zu kämpfen. Das nutzte der CFC eiskalt aus. Erst nach einer halben Stunde fingen sich die Veilchen etwas, brachten aber CFC-Keeper Jakubov zu selten in Bedrängnis. Erschreckend wie harmlos Aue agierte, vor allem mit welchen Mitteln. “Wir haben das Spiel nie verstanden. Anstatt zu kämpfen, blieben wir sehr kompliziert und haben viele Fehler produziert, die Chemnitz aufgebaut haben”, gab Pavel Dotchev auf der Pressekonferenz sichtlich enttäuscht zu Protokoll.

Auch frisches Personal für den zweiten Durchgang änderte nichts an der Tatsache, dass seine Mannschaft nun im 4-4-2-System durch die vielen Ballverluste und individuellen Fehlern kaum Chancen kreieren konnte. Vielmehr müssen sich die Auer bei Torhüter Martin Männel bedanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Der Kapitän hielt mit starken Reflexen gegen die Kopfbälle von Müller (57.) und Brügmann (73.), war dann aber in der 83. Minute ein drittes Mal geschlagen, als Brügmann nach Fehler von Nico Gorzel und dem daraus resultierenden Löwe-Zuspiel den Endstand markierte.

Fast 13 Jahre nach dem bisher letzten Pokal-Duell - damals war es das Finale - setzte sich Chemnitz erneut gegen Aue durch. Die Chance für den FCE auf die erste Hauptrunde des DFB-Pokal ist damit auch vom Tisch. Es stehen harte Zeiten bevor, sportlich und auch finanziell, denn das vom DFB-Kontrollausschuss beantragte Strafmaß zu den Geschehnissen beim FSV Zwickau liegen abermals im unteren fünfstelligen Bereich.

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