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Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue 'Ein Dämpfer, mit dem man umgehen muss'

2.700 lila-weiße Schlachtenbummler hofften auf die Fortführung der Ungeschlagenserie - es kam bekanntlich anders.
2.700 lila-weiße Schlachtenbummler hofften auf die Fortführung der Ungeschlagenserie - es kam bekanntlich anders.
Nun ist es passiert. Erzgebirge Aue verliert zum ersten Mal ein Spiel in dieser Saison. Mit 1:2 mussten sich die Veilchen beim Tabellenführer geschlagen geben - und das, obwohl der FCE zwei Tore geschossen hatte. So ging Dynamo durch ein Eigentor von Niko Vukancic in der neunten Minute in Führung, ehe Borkowski (85.) vor 31.834 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion erhöhte. Dann machte es Marcel Bär (90.+3) mit dem Anschlusstreffer nochmal kurz spannend. Die Aussicht, wenigstens noch einen Zähler aus Dresden zu entführen, war ein kurzer Moment der Hoffnung. Aber auch die wurde zeitnah mit dem Schlusspfiff begraben, wie auch mein Tipp, dass die Partie torlos enden würde, da dieses Ergebnis bei den ganzen Aufeinandertreffen in der Landeshauptstadt noch nie zustande kam.

Jetzt heißt es die Niederlage angemessen einzuschätzen. “Dresden war der erwartet schwere Gegner, sie haben ihre Abläufe und ein Jahr Vorsprung mit ihrem neuen Trainer, die Philosophie zu leben, das sieht man”, sagte Aues Routinier Martin Männel, der in seinem 26. Derby eine höhere Niederlage des FCE verhinderte. Beim ersten Gegentor war aber auch er machtlos: Nach einer scharfen Hereingabe von Zimmerschied beförderte Niko Vukancic den Ball unter Bedrängnis von Kutschke ins eigene Tor (9.). Martin Männel hielt danach aber (fast) alles, was es zu halten gab. Gegen Zimmerschieds Schlenzer aus rund 20 Metern (11.) und Meiers Abschluss aus Nahdistanz (12.) war Aues Schlussmann zur Stelle und hielt Aue im Spiel.

Allerdings kamen seine Mannschaftskameraden nicht so richtig zum Zuge. Arg passiv wurde versucht, den Gegner mehr oder weniger im Schach zu halten. “Die Mannschaft aus Dresden hat uns das Leben brutal schwer gemacht. Wir hatten Probleme mit den Bällen in die Tiefe, hinter die Kette. Die Spieler aus Dresden haben sich in der ersten Halbzeit in einen Rausch gespielt”, sagte Aues Coach Pavel Dotchev, der nur eine Umstellung in der Startelf vornahm. Für Sean Seitz durfte Marvin Stefaniak ran, der unter ständiger Begleitung von Pfiffen bei seiner alten Wirkungsstätte auflief. Gegen die schnellen Angriffe der Dresdner über die Außen war aber auch der Routinier machtlos. Alles in allem spiegelte der überschaubare Auftritt dem der 1. Halbzeit gegen Halle wider. Im anfangs zu ehrfurchtsvollen und mit vielen Stockfehlern behafteten Gastspiel gab es auch nur eine Chance für Aue, die Marcel Bär aus rund 16 Metern allerdings fahrlässig vergab (13.).

“Die zweite Halbzeit war deutlich besser. In dem Moment, wo ich dachte, jetzt kommt etwas Schwung ins Spiel, haben wir den zweiten Treffer bekommen. Das hat uns das Genick gebrochen”, so Pavel Dotchev, dessen Elf nach gut einer Stunde schon mehr Gegenwehr aufbieten konnte. Auch der Dreifachwechsel in der 71. Minute sorgte noch einmal dafür, dass beide Teams nun auf Augenhöhe agierten. Das zuvor oft getätigte Goldenen Händchen blieb heute aber ein Schwarz-Gelbes. Die Joker stachen nämlich auf der anderen Seite: In der 84. Minute scheiterte Lemmer zunächst mit seinem Schuss an der Latte, doch der eingewechselte Borkowski schob zum 2:0 ein. Das erste Gegentor für die Veilchen in der Schlussviertelstunde.

Aber noch war ja nicht Schluss und die Moral bei Aue passte. Dass es anschließend spannend und zugleich hektisch im Stadion wurde, hatte auch mit der gelb-roten Karte gegen Berger zu tun. Erst in der 75. Minute eingewechselt, sah er nach nur zwei Fouls die Ampelkarte (88.). Daraufhin verlor Dresdens Coach Anfang total die Fassung - Gelb. In der turbulenten Schlussphase behielt nur einer den Durchblick: Marcel Bär verkürzte auf 1:2 (90.+3) und bescherte so den ansonsten beschäftigungslosen Drljaca im Tor der Dresdner zumindest keine Weiße Weste. Ein schwacher Trost, für Dynamos Nummer Eins jedoch höchst ärgerlich - wie auch die erste Niederlage der Lila-Weißen. Abhaken, volle Konzentration auf Regensburg und die passende Reaktion zeigen.

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