FC Ingolstadt 04 - FC Erzgebirge Aue 'Punkt zum Jahresabschluss'
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Anders als vermutet setzte Pavel Dotchev tatsächlich auf die gleiche Elf wie aus dem Mannheimspiel. Tat dies, damit seine Jungs den Fehltritt wieder ausbügeln können und es laut Coach ein Ausrutscher war und bleibt. Das schlechte Gewissen sollte Kräfte freisetzen. Es entwickelte sich anfangs jedoch ein zähes Spiel, mit viel Ballgeschiebe, vielen Fehlern und wenig durchdachten Angriffsbemühungen. Ab und zu wurde es brenzlig, aber für beide Torhüter nie gefährlich. Alles in allem eine prunklose Angelegenheit mit überschaubarem Niveau. Auch wurden die vielen Auer Freistöße und Eckbälle mit verschiedenen Varianten ausgeführt, doch durchschlagend waren diese nie. So zog sich die 1. Halbzeit ohne Höhepunkt hin, hatte aber kurz vor dem Pausentee noch einen Aufreger parat. Marco Schikora brachte mit einem folgenschweren Ballverlust auf Höhe der Mittellinie Mause ins Spiel, und der mit einem langen Ball Pascal Testroet. Der ehemalige Auer in seinem 400. Pflichtspiel scheiterte zunächst an Martin Männel, doch der Abwehrversuch des Keepers landete aus kurzer Entfernung am Knie des zurückgeeilten Niko Vukancic und trudelte im Anschluss unglücklich über die Linie.
Es war bereits das zweite Eigentor für den Innenverteidiger in dieser Saison und der Nackenschlag kurz vor der Halbzeit, der für die gut 650 mitgereisten Schlachtenbummler ebenfalls nur schwer zu verdauen war. Dennoch gaben die FCE-Anhänger weiterhin alles, füllten den Audi-Sportpark mit Auer Heimspielatmosphäre. Allerdings taten sich ihre Farben weiterhin noch schwer und hatten gegen die nun tiefer stehenden Schanzer so ihre Schwierigkeiten, gefährliche Möglichkeiten zu kreieren. Mit drei gelben Kartons innerhalb von zehn Minuten wurde mitunter auch die Brechstange hüben wie drüben rausgeholt. In der 74. Minute sollte der Aufwand jedoch belohnt werden. Eine der zahlreichen Ecken von Marvin Stefaniak fand nun endlich einen Abnehmer, auch wenn der Torschütze noch länger davon etwas haben wird. Denn beim Kopfball zum 1:1 prallte Marcel Bär mit Malon zusammen, was eine kurze Behandlungspause inklusive Brummschädel bei beiden Akteuren nach sich zog. Angestachelt vom Ausgleich war auch ein Sieg drin. Doch der Lucky Punch und die damit verbundenen drei Punkte unterm Gabentisch wurden verpasst, es blieb beim leistungsgerechten 1:1. Immerhin ein kleines lila-weißes Geschenk, was Heiko Martin in den Mannschaftsbus laden konnte.

Das war es also, das Fußballjahr 2023. Ob die Enttäuschung, die Zufriedenheit oder die Hoffnung auf mehr überwiegt, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Nun steht erstmal der einmonatige Weihnachtsfrieden auf dem Programm, ehe das erste Pflichtspiel 2024 in der 3. Liga am Freitag, 19. Januar gegen Rot-Weiss Essen als seine Facetten des Fan-Daseins zurück auf die Bühne wirft. Bis dahin, erholt euch gut und sammelt neue Kräfte für die Aufgaben, die da noch kommen werden!
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