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Holstein Kiel - FC Erzgebirge Aue 'Abgesoffen an der Förde'

Trainerteam und Mannschaft trugen beim Einlaufen ein Trikot mit dem Konterfei vom verletzten Malcom Cacutalua (Quelle: FC Erzgebirge Aue)
Trainerteam und Mannschaft trugen beim Einlaufen ein Trikot mit dem Konterfei vom verletzten Malcom Cacutalua (Quelle: FC Erzgebirge Aue)
Aus der sanften Brise zu Beginn der Partie des 26. Spieltages ist ein starker Orkan für die Veilchen geworden. 1:5 hieß es am Ende aus Auer Sicht an diesem stürmischen Freitagabend. Der FCE kassierte nach zwei Siegen infolge aber mal so richtig eine Breitseite - und das sportlich gesehen auch schlichtweg verdient. Benes (9. / 54.), Honsak (6.), Okugawa (76.) und Seydel (85.) erzielten vor 8.666 Zuschauern im Holstein-Stadion die Tore für das Team von Trainer Tim Walter. Jan Hochscheidts (26.) zwischenzeitlicher Anschlusstreffer zum 1:2 war nur ein kurzes Aufbäumen, wenn man das überhaupt so sagen kann. Beide Teams mussten in ihren Reihen einige Leistungsträger ersetzen, dennoch starteten die ‘Jugend forscht’-Abteilung der Hausherren geradezu entfesselnd. Mit dem auffrischendem Wind im Rücken stand es nach neun Minuten 2:0 für die Störche. Aber nicht die Wetterverhältnisse waren daran schuld, eher das desaströse Abwehrverhalten einiger Auer Akteure. Nach einem Benes-Freistoß köpfte Honsak völlig freistehend zum 1:0 für die Kieler ein und keine drei Minuten später legte er für den Vorlagengeber auf, der nach einem Sololauf sowie mit einem Schuss von der Strafraumgrenze viel zu leicht vollenden konnte. Zwischen den beiden Treffern hatte Honsak bei einem Lattenschuss auch noch Pech bzw. die Veilchen Glück.
Das war schon ein Auftakt, die sich die gut 260 mitgereisten Aue-Fans anders vorgestellt haben. Wenigstens sahen sie nun eine verbesserte Abwehrarbeit ihrer Farben und konnten sogar in der 26. Minute jubeln. Filip Kusic ging auf der linken Außenbahn auf und davon, flankte dann in den Rücken der Kieler Abwehr, wo Emmanuel Iyohas technischer Annahme-Fehler von KSV-Abwehrchef Wahl getoppt wurde, da dieser für Jan Hochscheidt, der aus 17 Metern schön in den linken Giebel den Anschlusstreffer markierte, uneigennützig auflegte. Damit war die bis dahin total einseitige Partie vorübergehend offen, zumindest bis kurz vor dem Halbzeitpfiff: Honsak verpasste den Ball nach einer Hereingabe nur um ein Haar (41.), Benes traf mit einem strammen Schuss die Latte (43.). Aber auch nach dem Seitenwechsel setzten die Kieler ihren Sturmdrang fort. Benes vollstreckte nach einem Käuper-Wydra-Fehler zum 3:1 für Kiel (53.). Nach der kläglich vergebenen Möglichkeit von Pascal Testroet, der nach einem Fehlpass von van den Bergh dann zu überhastet KSV-Keeper Riemann abschoss (56.), sowie die Verstärkung der Offensivbemühungen mit der Hereinnahme von Philipp Zulechner (61.) und Florian Krüger (73.) machten Okugawa nach einem Konter (76.) und Seydel per Rückentor nach einer Ecke (85.) alles klar. Somit gab es für die Veilchen im torreichsten zwölften Aufeinandertreffen zum vierten Mal nichts an der Förde zu holen.

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