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FC Erzgebirge Aue - FC St. Pauli '150. Zweitliga-Dreier beendet Sieglosserie'

Aufgrund der letzten negativen Erfahrungen bei ruhenden Bällen hat Aues Coach Dirk Schuster gerade das Verhindern derer mit auf die Tagesordnung geschrieben. Gegen die Kiezkicker aus Hamburg klappte dies nur bedingt. Zwar waren die neun! Eckbälle für Pauli nicht zielführend, dennoch lag das Spielgerät in der 56. Minute nach einem Standard im Tor von Martin Männel. Einen Sobota-Freistoß von der rechten Seite nahm Veerman mit dem Bauch mit und spitzelte die Kugel zum zwischenzeitlichen 1:2 aus Gäste-Sicht in die Maschen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der FC Erzgebirge vor 14.000 Zuschauern kurzzeitig Probleme, die nach Wiederanpfiff verbesserten Paulianer vom eigenen Strafraum fern zu halten. Zur Beruhigung der Szenerie sorgte dann relativ zeitnah Pascal Testroet. Initiiert mit einem Doppelpass über Dennis Kempe und Clemens Fandrich bediente Letztgenannter in der Mitte Pascal Testroet, der Paulis Schlussmann Himmelmann tunnelte und auf 3:1 stellte (62.). Dieses Resultat sollte auch noch bis zum Schluss Bestand haben. Damit war nach zuvor drei sieglosen Partien in Serie (0S-2U-1N) zugleich der 150. Zweitligasieg in der Vereinsgeschichte manifestiert.
Der Wegbereiter zu diesem historischen Ereignis war aber kein Lila-Weißer, sondern ein Braun-Weißer: Lawrence. Bedrängt von Pascal Testroet, leitete Paulis Innenverteidiger unfreiwillig und halbhoch im Strafraum quer auf Florian Krüger weiter, der aus zentraler Position mit einer Volleyabnahme zum 1:0 abschloss (14.). Kurz darauf spielte Lawrence wieder eine unglückliche Rolle. Bei einer Abwehraktion bekam er den Ball aus kürzester Distanz an den halb angelegten Arm. Schiedsrichter Markus Schmidt ließ zunächst weiterspielen, nach Videobeweis entschied der Unparteiische auf Handelfmeter. Himmelmann ahnte zwar die Ecke, doch Dimitrij Nazarov blieb Sieger und verwandelte seinen zwölften Strafstoß im Veilchen-Dress zum 2:0 (24.). Die mögliche Vorentscheidung hatte dann Pascal Testroet noch vor der Halbzeitpause auf dem Fuß. Nach Zuspiel von Florian Krüger kam Aues einzige Sturmspitze im Strafraum frei zum Schuss, scheiterte damit erst an Himmelmann, sein zweiter Versuch mit links flog deutlich über das Tor (41.). Der verletzungsgeplagte, aber durchweg bemühte Kiez-Club blieb damit im Rennen, konnte jedoch bis auf den Anschlusstreffer nicht die nötige Durchschlagskraft entwickeln.
Für Erzgebirge Aue geht somit die saisonübergreifende Ungeschlagenen-Serie von neun Partien vor heimischen Publikum weiter und bleibt nach wie vor die Macht im Schacht. “Es ist schon ein gutes Gefühl nach 14 Spieltagen mit 23 Punkten dazustehen. Wir wissen aber auch, dass wir keinen Millimeter preisgeben dürfen und im Training irgendeinen Ansatz von Selbstzufriedenheit zeigen können, da werden wir in den kommenden Tagen auch massiv darauf achten, um uns auch stetig weiterzuentwickeln”, sagte Dirk Schuster, der in Bochum neben Jan Hochscheidt auf zwei weitere Stammspieler verzichten muss. Philipp Riese und Clemens Fandrich kassierten etwas wohlwollend ihre jeweils fünfte Gelbe Karte.

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