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SSV Ulm - FC Erzgebirge Aue 'Pflichtaufgabe nicht erfüllt'

Das Kapitel DFB-Pokal 2020/21 ist für die Veilchen nach der 0:2-Niederlage gestern gegen den Regionalligisten SSV Ulm bereits wieder geschlossen. Zum 13. Mal schaffte es der FCE in seiner 21. Pokalteilnahme nicht, die erste Hauptrunde zu überstehen. Demnach sind die Fans schon einiges gewöhnt, doch stößt die Partie im Donaustadion bitter auf. Was man schon im Testspiel gegen Dynamo Dresden gesehen hat, reihte sich am Samstag im ersten Pflichtspiel der neuen Saison nahtlos ein. Ohne Engagement, unfokussiert, statisch und vor allem ideenlos hatte die nur mit sechs Auswechselspielern angereiste Schuster-Elf dem kompakt und aggressiv aufgetretenen Viertligisten wenig entgegenzusetzen.
So legten die Spatzen los wie die Feuerwehr, kamen mit Rühle innerhalb von Sekunden gleich zweimal gefährlich vor das Tor von Martin Männel (3.). Die in orange spielenden Veilchen kamen nur langsam ins Spiel, hatten nach 25 Minuten zwar mehr Ballbesitz, konnten dies aber aufgrund von zu viele Fehlern und fehlendes Tempo nicht für sich nutzen, auch weil Philipp Zulechner die beste Möglichkeit zur Führung vergab: Nach einem schnell ausgeführten Riese-Freistoß war der Österreicher durch, aber schob die Kugel knapp rechts vorbei (29.). Dafür klingelte es auf der Gegenseite. Sapina hob den Ball in den Strafraum, wo Rinaldi auf links legte und Rühle staubtrocken mit links die 1:0-Führung besorgte (37.). Kurz darauf verhinderte Martin Männel den zweiten Einschlag der Ulmer. Morinas 18-Meter-Schuss aus dem Zentrum Richtung linkes Eck, konnte Aues Schlussmann noch zur Seite glänzend abwehren (41.), sodass es nur 0:1 aus Auer Sicht in die Halbzeitpause ging. Bezeichnend: Im ersten Durchgang gab Ulms Torschütze Rühle drei Torschüsse ab, genauso viele wie alle Auer Akteure zusammen.
Leider fand die Schuster-Elf auch im zweiten Abschnitt kaum noch Lösungen gegen den diszipliniert verteidigenden Regionalligisten von Trainer Holger Bachthaler. Selbst die Einwechslung von Jan Hochscheidt und wenig später noch Pascal Testroet hatte nicht die erhoffte Wirkung. Im Gegenteil! Nach seinem vermeintlichen Abseitstor von Higl in der 72. Minute legte er kurz vor Schluss die Kugel erneut ins Netz. Dieses Mal zählte der Treffer und machte damit vor rund 430 Zuschauern im Donaustadion den verdienten Sieg seiner Spatzen perfekt.
Für Erzgebirge Aue heißt es nun im Ligaspielbetrieb endlich in die Puschen zu kommen. "Wenn einige Spieler nicht an ihre Leistungsgrenze oder Normalform herankommen, haben wir auch sehr schlechte Chancen, um in Würzburg zu bestehen", meinte Trainer Dirk Schuster in Hinblick auf den Zweitliga-Saisonauftakt am Samstag bei Aufsteiger Würzburger Kickers. Sein Wunsch nach Verstärkungen auf den offensiven Außenbahnen, die mehr Tempo, Spielwitz und Kreativität bringen sollen, sind aber nach der Pleite und der entgangenen Einnahme in Höhe von rund 350.000 Euro wohl eher unrealistisch. Florian Ballas, einer von bislang fünf Neuzugängen, wollte die fehlende Breite im Aufgebot jedoch nicht als Entschuldigung für den schwachen Auftritt gelten lassen. "Wir haben trotzdem eine schlagkräftige Truppe. Es muss für jeden Spieler der Anspruch sein, sich hier für die Liga zu zeigen. Das haben wir zu wenig gemacht", verdeutlichte Aues Innenverteidiger den Grund der blamablen Vorstellung. Also reißt euch zamm!

Spielbericht

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