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FC Erzgebirge Aue - Karlsruher SC 'Sieg im letzten Heimspiel 2020'

Auch das letzte Auer Heimspiel im Jahr 2020 musste unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. (Quelle: FCE)
Auch das letzte Auer Heimspiel im Jahr 2020 musste unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. (Quelle: FCE)
In einem rasanten, hochklassigen Donnerstagsspiel besiegte Erzgebirge Aue im letzten Heimspiel des Jahres 2020 den Karlsruher SC mit 4:1. Ein Ergebnis, das, wenn man die lila-weiße Brille abnimmt, dem Spielverlauf nicht ganz gerecht wird. Clever und vor allem äußerst effizient agierten die Veilchen gegen eine Karlsruher Mannschaft, die über 90 Minuten optisch klar überlegen war. Allerdings ließen die Badener mehrere große Torchancen ungenutzt und hatten in der Defensiv so ihre Probleme. Hinzu kam ein VAR, der sowohl einen Elfmeter als auch einen Treffer des KSC zurücknimmt und somit die abgezocktere Schuster-Elf immer im Rennen blieb. “Wir waren sehr effektiv und hatten in einigen Situationen auch Glück. Letztlich sind wir sehr froh und glücklich, einen bärenstarken KSC so deutlich geschlagen zu haben”, sagte Aues Coach Dirk Schuster.
Nach einem im Stadionumlauf gezündeten Feuerwerk brannten die Lila-Weißen selbiges nach zwei Minuten ab. Bei Heises Ballverlust im Mittelfeld schaltete Steve Breitkreuz am schnellsten, legte auf den rechts gestarteten Pascal Testroet ab. Der spätere Mann des Abends bediente den am Elfmeterpunkt lauernden Florian Krüger, der trocken abschloss - erster Schuss, erstes Tor (2.). Es war in dieser Saison bereits der vierte Treffer der Veilchen in der Anfangsviertelstunde. Der KSC reagierte auf den frühen Rückstand mit viel Ballbesitz. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Lorenz aus kurzer Distanz fahrlässig und kläglich, als er nach einer Eingabe von Goller freistehend vor dem Auer Tor den Ball nicht traf (7.). Auf der anderen Seite ließen sich die eiskalten Erzgebirger nicht zweimal bitten und trafen auch mit dem zweiten Schuss aufs Tor ins Schwarze: Pascal Testroet drehte sich nach einem Strauß-Einwurf auf der linken Seite und versenkte den Ball wuchtig mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze in die Maschen (19.).
Bis zur Pause ging es hin und her zwischen den beiden Strafräumen. Lorenz’ Nachschuss nach einer Ecke sah Martin Männel ganz spät, parierte aber mit einem tollen Reflex (34.). Pascal Testroet per Lupfer (36.) und John-Patrick Strauß aus spitzem Winkel (43.). vergaben Möglichkeiten zum dritten Auer Treffer. Kurz vor dem Pausenpfiff fand KSC-Knipser Hofmann ins Spiel, schoss per Hacke (44.) und mit links (45.+1) aber jeweils knapp rechts am Tor vorbei. Hochmotiviert und schwungvoll kam der KSC aus der Kabine, wurde vor dem Tor aber nicht wirklich zwingend. Ganz anders als der an diesem Tag unaufhaltsame Pascal Testroet. Nach Zuspiel von Florian Krüger knallte er den Ball aus 23 Metern zentraler Position erneut in die rechte Ecke (51.). 3:0, die nächste kalte Dusche für die unentwegt anrennenden Badener, die dieses Mal aber die passende Antwort parat hatten. Gondorf steckte links auf Lorenz durch, dessen flache Hereingabe Goller aus kurzer Distanz nur noch reindrücken musste (58.). Nur wenige Augenblicke später lag der Ball erneut im Auer Tor. Allerdings stand nach dem Heise-Freistoß Hofmann beim Kopfball knapp im Abseits, sodass der Treffer nach Videobeweis nicht zählte. Kurz zuvor war durch den VAR bereits ein Karlsruher Elfmeter zurückgenommen worden.
So blieben die Veilchen im Rennen, hatten aber in der Defensive Schwerstarbeit zu verrichten. Doch der abermals starke Martin Männel stemmte sich gegen den Anschlusstreffer, parierte Hofmanns Kopfball spektakulär (64.) und Kothers Flatterball sicher (67.). Auf der Gegenseite ging erstmals bei den Veilchen die Kaltschnäuzigkeit verloren. So vergaben Pascal Testroet und Florian Krüger eine Doppelchance zur vermeintlichen Entscheidung (72.). Doch bereits da hatten die Hausherren die Kontrolle über das Spiel zurückbekommen, verteidigten tiefstehend, ließen defensiv nichts mehr zu und entschieden das Spiel mit dem Schlussakkord. Der eingewechselte Philipp Zulechner schoss nach cleverem Testroet-Zuspiel aus gut 35 Metern auf das verwaiste KSC-Tor, der zurückeilende KSC-Keeper Gersdorf konnte nichts mehr retten - 4:1 (89.). So stand am Ende eines spektakulären Spiels ein vom Ergebnis her deutlicher Sieg für die vor dem Tor abgewichsten Veilchen. Nach dem fünften Saisonsieg im zwölften Spiel liegt die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster mit 19 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Fehlen also nur noch zwei Zähler, um Dirk Schusters Weihnachtsgeschenk an die Spieler in Erfüllung gehen zu lassen. Denn der Coach hatte seiner Mannschaft für die kurze Winterpause einen weiteren freien Tag in Aussicht gestellt, sollten bis Weihnachten mindestens 21 Punkte auf dem Konto stehen. “Den freien Tag würde ich natürlich gern nehmen, denn so kann ich länger bei meiner Familie sein, was mir sehr wichtig ist”, sagte Aues Top-Torschütze Pascal Testroet. Doch “wenn man rechnen kann, müssten wir dazu in Nürnberg gewinnen. Das wäre eine Hausnummer und würde uns richtig gut tun.”

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