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FC Erzgebirge Aue - Hamburger SV 'Spektakulär trifft es ganz gut'

Tolle Moral bewiesen und nach einem unglaublichen Spielverlauf belohnt wurden.
Tolle Moral bewiesen und nach einem unglaublichen Spielverlauf belohnt wurden.
Vieles hatte mit der bisherigen Statistik übereingestimmt, am Ende hatte aber Erzgebirge Aue wieder etwas dagegen - auch wenn es dazu eine lange Anlaufphase brauchte. Der Tabellenführer aus Hamburg schoss zunächst Tore wie am Fließband, hat dafür mit Simon Terodde den besten Schützen in der Liga, der selbst doppelt traf und sein Torkonto auf 19 erhöhte. Es war sein zehntes Tor im 13. Spiel gegen Aue und sein siebenter Doppelpack in dieser Saison. Von der spielerischen Klasse der Hanseaten, die auch gleich nach Anpfiff der Flutlichtpartie zum Vorschein kam, braucht man ebenfalls nichts weiter darüber zu schreiben. Die Rollen waren von der ersten Minute an klar verteilt. Der HSV sofort am Drücker und nach 14 Minuten mit der Führung im Rücken. Terodde köpfte den Ball nach einem Volleyschuss von Jatta über die Linie, wobei das Spielgerät auch ohne die Berührung des HSV-Torjägers wohl im Tor eingeschlagen wäre. Es ging ohne Durchatmen weiter: Heyer setzte die Kugel, nach Teroddes Zuspiel, aus Nahdistanz an den rechten Pfosten (16.). Sechs Minuten später zappelte der Ball abermals im Netz von Martin Männel. Kittel hatte von der Grundlinie zurück auf Kinsombi gepasst, der mit einem wuchtigen Schuss aus elf Metern Aues Torwart keine Chance ließ und für die Gäste auf 2:0 erhöhte. In der Hamburger Dominanz gab es dennoch einen kleinen Auer Hoffnungsschimmer. Jan Hochscheidt, der nach einem HSV-Eckball einen Konter mit Pascal Testroet selbst eingeleitet hatte, erzielte nach einem weiteren Doppelpass mit Pascal Testroet das 1:2 (26.). Die Freude hielt aber nur kurz. Vier Minuten später soll Kittel von Clemens Fandrich im Strafraum gefoult worden sein. Schiedsrichter Florian Badstübner entschied sofort auf Elfmeter, den Terodde zum 3:1 für den Spitzenreiter verwandelte. Hamburg spulte ein irres Offensivspiel ab, der FCE wirkte in allen Belangen überfordert.
Der Coach packte seine Mannschaft in der Kabine an der Ehre: "Es war in keiner Weise laut. Wir haben aber die Charakterfrage gestellt", die damit hieß: "Wollen wir die restlichen 45 Minuten auf der Sanduhr herunterrieseln lassen und uns unserem Schicksal ergeben? Oder wollen wir anfangen, uns richtig zu wehren und versuchen, das zweite Tor zu schießen und auf unsere Chance zu lauern?" Die Antwort lieferte seine Elf prompt. Nach dem zweiten Aluminiumtreffer für Hamburg, als Martin Männel den Schuss von Hunt an den Pfosten lenkte (49.), legten die Veilchen die geforderte Schippe drauf. Nach Ballverlust Jattas schnappte sich Jan Hochscheidt die Kugel, passte herrlich in die Schnittstelle der Hamburger Abwehr, wo Clemens Fandrich mit einem Schlenzer ins lange rechte Eck zum 2:3 vollendete (50.). Fast hätte Ben Zolinski (53.) sogar den Ausgleich markiert, aber überhastet drüber. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem der zuvor bärenstarke HSV sichtlich an seine Grenzen kam. Ein frühes Auer Anrennen schien das probate Mittel zu sein. Das stellte den Favoriten aus dem Norden nämlich vor einige Probleme - was nicht jedem schmeckte. Ambrosius kassierte nach einem Frustfoul an der rechten Seitenlinie gleichmal Gelb. Der anschliessende Freistoß kam auf den Kopf von Gaëtan Bussmann, der Ulreich zu einer Parade zwang. Diese landete bei Florian Krüger, der mit einem sehenswerten Seitfallzieher das 3:3 erzielte. Wahnsinn und der Torhunger bei weitem noch nicht gestillt. Eine Viertelstunde vor dem Ende hatte Pascal Testroet die Chance das Ergebnis zu drehen. Im Doppelpass mit Jan Hochscheidt vergab er knapp aus 15 Metern rechts vorbei. Joker Dimitrij Nazarov (79.) versuchte es als Nächster: aus der zweiten Reihe in die Arme von Ulreich. Danach plätscherte die Partie so dahin. Dafür stand am Ende ein gerechtes 3:3-Unentschieden und dank einer deutlichen Leistungssteigerung ein verdienter Punkt gegen den Tabellenführer. "Wir haben in der zweiten Halbzeit eine überragende Moral gezeigt. Wenn du zur Pause gegen so einen Gegner 1:3 hinten liegst, hast du normalerweise keine große Chance mehr. Wir haben es geschafft, das Spiel noch unentschieden zu gestalten", sagte Dirk Schuster sichtlich stolz zur Aufholjagd seines Teams.

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