Holstein Kiel - FC Erzgebirge Aue 'Elfmeter sorgt für bittere Niederlage'
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Dabei begann der achte Gastauftritt an der Förde fast wie gemalt. Die auf einer Position veränderte Startelf - Jan Hochscheidt musste wegen muskulärer Beschwerden im rechten Oberschenkel passen, für ihn war der gelb-rot gesperrte Steve Breitkreuz zurück im Aufgebot - blieb in der Anfangsphase das gefährlichere Team und vergab durch Dimitrij Nazarov sowie Florian Krüger nach dem vermeintlichen Führungstreffer von Ben Zolinski zwei weitere Torchancen (9.). Martin Männel blieb fast beschäftigungslos und musste erst kurz vor der Pause bei einer Kieler Doppelchance richtig eingreifen. Kirkeskov flankte von der linken Seite an den Elfmeterpunkt, wo Mühling aufs Tor köpfte. Der vom Auer Schlussmann abgewehrte Ball gelangte im Anschluss zu Lorenz, der die nächste Chance rechts im Strafraum hatte. Auch bei diesem Schuss war Martin Männel mit einer guten Parade zur Stelle (42.). Mehr brachten die Störche nicht zusammen, auch weil die Veilchen die Kieler früh attackierten, hinten diszipliniert standen und so dem Aufstiegskandidaten kaum Möglichkeiten gestatteten.
Der Lohn für die Auer war abermals ein Torschrei. Doch auch diesmal zählte der Treffer nach Entscheidung von Video-Assistent Pascal Müller nicht. John-Patrick Strauß, der Gelios überwunden hatte, stand beim Pass von Ben Zolinski knapp mit dem rechten Knie im Abseits (52.). Auf der Gegenseite brachte Bartels den Flugkopfball zu zentral auf das Tor - Martin Männel hielt (59.). Lange sah es dann nach einem gerechten 0:0 aus, bis Ognjen Gnjatic den eingewechselten Porath links im Strafraum foulte und es Elfmeter für Kiel gab. Bereits der neunte Elfmeter gegen Aue in dieser Spielzeit. Vier davon konnte Martin Männel abwehren. Heute war er zwar in der Ecke, aber gegen den scharfen Schuss von Mühling machtlos (81.). Demnach stand auch im achten Aufeinandertreffen im Holstein-Stadion nichts Aufmunterndes für Erzgebirge Aue an der Anzeigentafel. “Beim Elfmeter haben wir uns dämlich angestellt und uns um den Lohn der Arbeit gebracht. Auch das ist ein Lernprozess, der langsam mal abgeschlossen sein muss”, sagte Dirk Schuster, der eines der besseren Auswärtsspiele gesehen hatte. Recht hat er, nur wird das die 620km lange Heimfahrt nicht wirklich erträglicher machen. Bitter, wie auch schon das Hinspiel gegen Kiel.
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