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FC Erzgebirge Aue - Hannover 96 '130. Punkteteilung im 500. Zweitligaspiel'

Das Jubiläumsaufgebot im 250. Heim- sowie 500. Zweitligaspiel des FC Erzgebirge Aue. (Quelle: Menne)
Das Jubiläumsaufgebot im 250. Heim- sowie 500. Zweitligaspiel des FC Erzgebirge Aue. (Quelle: Menne)
Zu Hause bleiben die Veilchen eine Macht, auch wenn es dazu fast eine 45-minütige Anlaufzeit gebraucht hatte. Bereits zum fünften Mal in dieser Saison drehte die Mannschaft um Chefcoach Dirk Schuster eine Heimpartie zu ihren Gunsten bzw. teilte sich wenigstens die Punkte. Auch heute im FCE-Premierenspiel gegen Hannover 96 liefen die Veilchen früh einem Rückstand hinterher, konnten aber - nachdem der Ball zum dritten Mal im Tor der 96er lag - zumindest den verdienten Ausgleich bejubeln. Die 22.794 virtuellen Zuschauer hätten das Dach des Erzgebirgsstadion weggerissen, doch so blieb es aus Sicht der fehlenden Anhänger eine stille, emotionslose Begegnung, wie fast alle Spiele in dieser Saison.
Mit kurzfristigen Änderungen in der Auer Startelf - Clemens Fandrich und Athletiktrainer Marco Kämpfe mussten sich aufgrund positiver Testergebnisse in Quarantäne begeben - war an eine geregelte Spielvorbereitung aller mitwirkenden Akteure nicht zu denken. “Wir hatten drei Stunden vor der Partie noch nicht einmal den Nachweis, dass wir anderen alle negativ sind, anderthalb Stunden vor dem Spiel mussten wir noch einmal Schnelltests machen. Das belastet eine Mannschaft natürlich auch kopfmäßig und stört die Konzentration”, so Dirk Schuster über die etwas kuriosen Zustände vor dem Jubiläum. Die elf Malocher in lila-weiß machten das Beste draus, hatten aber anfangs so ihre Schwierigkeiten gegen die hochstehenden und damit zeitig anrennenden Niedersachen. Man merkte auch, dass die Elf von Kenan Kocak nicht gewillt war, die drei Punkte dem feiernden Gastgeber zu überlassen. Doch trotz besserer Spielanlagen hatte Hannover bei weitem nichts an Abschlüssen zu bieten. Aus diesem Grund fiel der Gegentreffer für die Veilchen eher überraschend und äußerst unglücklich. Der Hannoveraner Ochs hatte aus rund 25 Metern zum 0:1 getroffen, nachdem Pascal Testroet im Anschluss an eine Ecke den Ball beim Klärungsversuch genau vor die Füße des Torschützen gespielt hatte. So richtig Fahrt nahm die Partie danach aber auch weiterhin nicht auf. Zwar hatten die Veilchen mit Florian Krüger den schnellsten Spieler in ihren Reihen (32.37km/h), doch zeigte der U21-Nationalspieler bereits in der 12. Minute Nerven und scheiterte im Eins-zu-Eins an 96-Keeper Esser, der auch gegen Ben Zolinski seinen Job hervorragend verrichten sollte (40.).
Erst nach dem Seitenwechsel wurde der FCE stärker und kam dem Ausgleich peu à peu näher. In der 50. sowie 55. Minute zappelte der Ball sogar im Netz. Doch sowohl der Schuss von Pascal Testroet, als auch der Abschluss von Gaëtan Bussmann kurz darauf, geschah aus einer vorausgehenden Abseitsposition heraus. Unterkriegen ließen sich die Hausherren von den Rückschlägen aber nicht, auch wenn der Frustlevel stieg. Bezeichnend der erfolgreiche Abschluss von Pascal Testroet in der 64. Minute. Nach einem Zuspiel von Steve Breitkreuz setzte sich Aues Torjäger im Strafraum energisch durch und traf mit einem wuchtigen Flachschuss zum 1:1. Der befreiende Torjubel des mittlerweile Zehn-Tore-Stürmers sprach Bände. Und noch war auch Zeit das Spiel komplett zu drehen, doch fehlte es im Anschluss an der Genauigkeit beim letzten Pass. Fast wäre diese Schludrigkeit den Veilchen in den letzten Zügen des Spiels zum Verhängnis geworden. Bei Muslijas Schuss (88.) und Doumbouyas Kopfball (90.) stand Martin Männel aber goldrichtig. So blieb es beim leistungsgerechten 1:1 Unentschieden, das 130. Remis in der Zweitligageschichte des FC Erzgebirge Aue. Weiter gehts am kommenden Wochenende in Darmstadt, Anstoß ist abermals samstags 13:00 Uhr im Stadion am Böllenfalltor.

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