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Jahn Regensburg - FC Erzgebirge Aue 'FCE bleibt Tabellenschlusslicht'

Erlebten ein Wechselbad der Gefühle, mit dem schlechteren Ende ihrer Elf. Es war erst die zweite Pleite überhaupt im neunten Gastspiel.
Erlebten ein Wechselbad der Gefühle, mit dem schlechteren Ende ihrer Elf. Es war erst die zweite Pleite überhaupt im neunten Gastspiel.
"Wenn man so spielt, kann man gegen jeden gegen in der Liga bestehen", hörte man die von fast allen Akteuren geäußerte Behauptung. Der Beweis ist indes nach der fünften Pleite infolge leider noch nicht erbracht wurden. Auch in Regensburg sollte wie in den Spielen zuvor der Grundstein für die anhaltende Niederlagenserie bereits in den ersten 45 Minuten gelegt werden. Mit 0:2 lagen die Veilchen durch die Gegentore von Beste (7.), Besuschkow (11.) zur Pause hinten. Keiner rechnete mehr mit den Lila-Weißen, die aber mit den eingewechselten Nicolas-Gerrit Kühn (52.) und Gaëtan Bussmann (87.) sensationell zurückkamen und schließlich mit dem dritten Gegentreffer durch Albers (90.) doch arg gebeutelt die Rückreise antreten mussten.
Interimscoach Marc Hensel, der zum dritten Mal vorübergehend die Chefcoach-Rolle übernommen hat, brachte mit Dimitrij Nazarov und Anthony Barylla nur zwei Neue in die Startelf im Vergleich zum 1:4 gegen den SC Paderborn und ließ mit einer Dreier-Abwehrkette spielen. Einen mutigen Auftritt nach vielen Gesprächen hatte der bisherige Co-Trainer angekündigt und bis zur sechsten Minute setzte das sein Team auch um. Babacar Gueye und Sascha Härtel hatten in der dritten Minute sogar die Führung auf dem Fuß. Doch wie sooft gab es auf der Gegenseite die Kalte Dusche. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld lief Regensburgs Beste allein auf Torhüter und Kapitän Martin Männel zu und vollendete sicher (7.). Damit war das Unternehmen Wiedergutmachung (ebenfalls wie immer) jäh gestoppt. Denn von da ab brannte der Jahn ein Angriffsfeuerwerk ab und nutzte eine von mehreren Möglichkeiten - erneut unter freundlicher Mithilfe der Veilchen: Martin Männel schwebte unter einem Eckball durch, Besuschkow konnte von John-Patrick Strauß am langen Pfosten nicht mehr gestoppt werden, brauchte nur noch den Kopf hinhalten (11.). Danach trat die allgemeine Verunsicherung der Auer klar zu Tage. Regensburg schaltete etwas zurück, ohne groß in Gefahr zu geraten. Lediglich bei einem Konter hatte Babacar Gueye (22.) die Möglichkeit zum Anschluss, scheiterte aber an Jahn-Schlussmann Meyer. Insgesamt fand der FC Erzgebirge wie schon in einigen Spielen zuvor offensiv praktisch nicht statt.
Marc Hensel reagierte auf die Lethargie, brachte mit Antonio Jonjic, Nicolas-Gerrit Kühn und Gaëtan Bussmann gleich drei neue Spieler. Auch zeigte seine Kabinenpredigt, in der er an die Ehre der Spieler appellierte und diese endlich die Auer Tugenden zum Vorschein bringen sollten, viel Wirkung. Jeder kämpfte und rannte auf einmal für den anderen. Beim Anschlusstreffer war zunächst Antonio Jonijc nicht zu halten, eine Hackenablage von Babacar Gueye verwertete Nicolas-Gerrit Kühn ohne lange zu fackeln (52.). Das Spielgeschehen hatte sich komplett gedreht, Aue bestimmte die Partie und erarbeitete sich auch ein paar Möglichkeiten - mit Antonio Jonjic als Antreiber, der auf der linken Seite für viel Tempo und Druck sorgte, doch weder Antonio Mance (80.) noch Babacar Gueye (82.) konnten die sich bietenden Gelegenheit nutzen. In den letzten Spielminuten agierten fast nur noch die vom starken Auswärtsblock angetriebenen Veilchen, die endlich Fußball spielten und mit Ruhe und Überlegung auch den Ausgleich markierten: Einen Eckball von Clemens Fandrich köpfte der eingelaufene Gaëtan Bussmann zum 2:2 in die Maschen (87.) und ließ die Emotionen aber mal so richtig hochkochen. Wohl zu viel für die restlichen Minuten. Die Konzentration war kurz weg und mit der einzigen echten Chance in Halbzeit zwei jagte Albers (90.) den Siegtreffer für die Regensburger zum Entsetzen aller Lila-Weißen ins Tor.
Der Schlusspunkt einer dramatischen Schlussphase, in der die Auer nicht belohnt wurden. So bleibt der FC Erzgebirge weiter ohne Saisonsieg und hält die 'Rote Laterne' fest in der Hand. "Es ist ein unheimlich trauriger Moment für mich, weil wir ein Spielverlauf gesehen haben, der bitter ist. Niemand braucht sich die Augen verkleistern, denn wir brauchen dringend Punkte. Trotzdem klammere ich mich an die guten Momente, richte die Mannschaft damit auf und bereite sie auf Hamburg vor", gibt sich Marc Hensel vor dem Heimspiel am Freitag gegen die Hanseaten nach wie vor kämpferisch.

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