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FC Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt 04 'Im Schacht brennt noch Licht!'

Nach dem 1:0-Erfolg im Kellerduell gegen den FC Ingolstadt brennt das Licht im Schacht schon wieder etwas heller.
Nach dem 1:0-Erfolg im Kellerduell gegen den FC Ingolstadt brennt das Licht im Schacht schon wieder etwas heller.
Fast wäre der erste Sieg den Veilchen in der fünfminütigen Nachspielzeit abermals noch entrissen worden. Ein Kopfball von Ingolstadts Kutschke knallte an den Pfosten und beim Nachschuss stand zum Glück der eigene Mann im Weg. Kurz darauf war Schluss und alle FCE-Protagonisten konnten endlich den ersten dreifachen Punktgewinn feiern. Dabei war es das im Vorfeld angesprochene Kampfspiel. Allesamt bemüht, doch spielerisch recht dürftig. Die Entscheidung mit dem Tor des Abends fiel in der 63. Minute nach einem individuellen Fehler von Ingolstadts Cavadias. Seinen Verstolperer schnappte sich Omar Sijaric und schloss aus 15 Metern Torentfernung ab. Der Linksschuss landete unten rechts im Schanzer Kasten. Sein erstes Tor für die Veilchen - und was für eins! Bereits zuvor hatte Omar Sijaric die Führung auf dem Fuß, fand aber seinen Meister in FCI-Keeper Buntic (57.). Auch für Ben Zolinski, der für den Schützen des Abends Platz gemacht hatte, gab es nur drei Minuten nach Spielbeginn schon die Möglichkeit, die Partie in geordnete Bahnen zu lenken. Frei vor Buntic auftauchend, sollte mit Schmackes dieser überwunden werden. Mehr oder weniger abgeschossen hielt der Gäste-Tormann diese Großchance von Aue.
Doch das Beispiel zeigte eindrucksvoll, warum sich beide Mannschaften auf den letzten beiden Tabellenplätzen befinden: Ungenauigkeiten im Zuspiel, harmlose Abschlüsse, Ideenlosigkeit im Angriff. So gab es zwar im Ansatz einen strukturierten Spielaufbau, torgefährliche Aktionen eher nicht. Zudem unterliefen den Veilchen immer wieder technische Fehler, so dass die tiefstehenden Schanzer leichtes Spiel hatten, das eigene Tor zu verteidigen. Und wenn doch einmal ein Ball nach einem der wenigen schnell vorgetragenen Angriffe hinter die Abwehrreihen kam, fehlte Aue ein klassischer Abstauber. Weitere Beispiele gefällig? Nicolas-Gerrit Kühn setzte sich rechts durch, dribbelte ins Zentrum, wo er links den freien Ben Zolinski bediente. Es folgte eine Art Pass/Torschuss ins Ungewisse (30.). Sechs Minuten später war John-Patrick-Strauß rechts durch und schoss im Zentrum dann den eigentlich gut postierten Dimitrij Nazarov regelrecht ab. Kritisches Raunen der 7.349 Zuschauer blieb demnach nicht aus. Zum Glück erlebte Aues Torhüter und Kapitän Martin Männel ebenfalls eine geruhsame erste Halbzeit, denn auch die Ingolstädter unterstrichen, warum sie bislang nur sieben Treffer erzielten. Zwar bot sich den Schubert-Schützlingen im Umschaltspiel sogar immer wieder reichlich Platz und Möglichkeiten, um die alles andere als sattelfeste wirkende Hintermannschaft der Auer in Verlegenheit zu bringen. Doch mit zahlreichen Fehlpässen und schlechten Entscheidungen brachten sich die Ingolstädter immer wieder um ihre Chancen. Also hüben wie drüben das gleiche Bild.
Nach dem Wechsel dauerte es ein wenig, bis die Veilchen wieder auf Touren kamen. Der Versuch von Nicolas-Gerrit Kühn, der Buntic prüfte (55.), war der Auftakt einer Drangphase. Ingolstadt wurde im eigenen Strafraum regelrecht eingeschnürt. War der Abschluss von Clemens Fandrichs (58.) nicht von Erfolg gekrönt, sollte kurz darauf durch Omar Sijaric die Erlösung fallen. Das bereits in dieser Saison vierte Jokertor - mehr sind es bei keinem anderen Team in der 2. Bundesliga - verlieh den Auern Sicherheit. Mit schnellen Angriffsstafetten wurden die Gäste noch mehr unter Druck gesetzt, allerdings gab es keine klaren Chancen. Die Schlussphase wurde wie oben angesprochen nochmals hektisch, auch weil Aue ab der 89. Minute in Unterzahl auskommen musste. Linienrichter Roman Potemkin wischte sich nach einem Wortduell mit Clemens Fandrich mehrfach durchs Auge. Ob Aues Mittelfeldspieler gespuckt oder im Wortgefecht seine feuchte Aussprache den Schiedsrichterassistenten getroffen hat, konnten auch die Fernsehbilder nicht aufklären. Für Schiedsrichter Nicolas Winter stand das Strafmaß mit glatt Rot aber frühzeitig fest, was den Spannungsbogen noch weiter durchdrückte. Als dann Ingolstadts Kapitän Kutschke zunächst am Außenpfosten scheiterte (90.+5), um schließlich noch in Martin Männel seinen Meister zu finden (90.+6), war das Ding endlich durch. Der FC Erzgebirge feierte den ersten Dreier der Saison und zog auch in der Tabelle an Ingolstadt vorbei. Im Schacht brennt noch Licht!

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