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FC Erzgebirge Aue - SV Wehen Wiesbaden 'Ein Rabenschwarzer Tag für ganz Aue'

Elias Huth kommt im Wiesbadener Strafraum zu Fall (18.), fordert dann Elfmeter - Schiedsrichter Robert Kampka ließ Weiterspielen.
Elias Huth kommt im Wiesbadener Strafraum zu Fall (18.), fordert dann Elfmeter - Schiedsrichter Robert Kampka ließ Weiterspielen.
Seit März wartet der FC Erzgebirge saisonübergreifend nun schon auf einen Heimsieg - heute sollte der Bock endlich umgestoßen werden. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Gewogen und zu leicht befunden. Gegen den SV Wehen Wiesbaden gab es ein 1:5-Debakel. Die Veilchen bleiben damit in der 3. Liga weiter sieglos und finden sich nach vier Spieltagen auf dem Abstiegsrang 17 wieder. Goppel (6.) und Taffertshofer (38.) hatten in einer ausgeglichenen ersten Halbzeit für die Gäste getroffen, ehe Hollerbach kurz nach Wiederanpfiff für die Vorentscheidung sorgte. Ein Eigentor von Steffen Nkansah (55.) sowie der zweite Treffer von Hollerbach (61.) machten das Auer Heim-Debakel vor 6.304 Zuschauern perfekt. Maximilian Thiels Premierentor in der 76. Minute reichte nur für etwas Ergebniskosmetik, denn gegen die in Unterzahl spielenden Hessen blieb es beim 1:5 aus Auer Sicht.

“Den Schuh muss ich mir als Trainer anziehen. Meine Aufgabe ist es, eine Mannschaft auf das Feld zu bringen, die gegen so einen Gegner bestehen kann. Ich bin dafür da, die Mannschaft besser zu machen. Das habe ich heute nicht geschafft. Deshalb nehme ich die Niederlage auf meine Kappe”, gab Timo Rost zu Protokoll. Der Chefcoach verharrte heute die 90 Minuten komplett auf der Bank, zeigte dabei kaum Reaktionen. Seine Akteure auf dem Grün kamen indes auch nicht so richtig in die Partie, lagen nach sechs Minuten bereits 0:1 zurück, als Goppel mit einem Sonntagsschuss aus gut 23 Metern in den linken Giebel traf. Danach hatte Lila-Weiß zwar mehr Ballbesitz, klare Chancen waren nicht zu verzeichnen, vielmehr legte der Gast mit seinem zweiten Versuch gleich nach. Goppel ließ Marvin Stefaniak rechts stehen und flankte in die Mitte. Seine Hereingabe wird in den Rückraum abgefälscht, wo Emanuel Taffertshofer, der Bruder von Aues Ulrich Taffertshofer, goldrichtig stand und die Kugel zum 0:2 rechts unten im Tor versenkte (38.).

Wer gehofft hatte, Aue mit drei neuen Spielern würde nach dem Wechsel Druck machen, sah sich getäuscht. Nach dem 0:3 durch Hollerbach (48.) traf Steffen Nkansah auch noch ins eigene Tor (55.). Den zweiten Treffer von Hollerbach (61.) nahm der Großteil dann schon emotionslos hin. “Einer geht noch, einer geht noch rein”, schwappte süffisant durchs Old Otto. Alles in Allem erschreckend, was die Jungs auf dem Rasen ablieferten. Keinerlei offensive Drucksituationen, das Abwehrverhalten auch nicht drittligareif. Nach Rot für den eben eingewechselten Wiesbadener Heußer (72.) konnte sich wenigstens noch Maximilian Thiel als Torschütze auszeichnen (76.). Doch das ändert nichts daran, dass im Kumpelverein ganz dicke Luft herrscht. Pfiffe und Wutgesänge der Fans in Richtung Spieler waren unüberhörbar. “Wenn man erwachsene Männer am Zaun sieht, die den Tränen nahe sind, ist es schwer, Worte zu finden”, sagte Dimitrji Nazarov und räumte ein: “Wir können uns nur bei jedem einzelnen Fan entschuldigen. Das war ein Rabenschwarzer Tag für ganz Aue.”

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