FC Erzgebirge Aue - 1. FC Saarbrücken 'Kurz mal Aufatmen'
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Mit drei Veränderungen in der Startelf, inklusive der Rückkehr von Niko Vukancic in der Abwehr und Marcel Bär in der Sturmzentrale, sollte sich aber dennoch ein Geduldsspiel entwickeln. Beide Teams agierten bis zum Strafraum ansehnlich, doch darüber hinaus waren die finalen Zuspiele zu ungenau, folglich auch die Durchschlagskraft weiterhin mangelhaft. Auch eine Flut an Freistößen, die mit verschiedensten Varianten ausgeführt wurden, fanden nicht den Weg ins Ziel. Am gefährlichsten war die Standardsituationen von Marvin Stefaniak in der Nachspielzeit, als der 28-Jährige die Kugel knapp über den Torbalken rauschen ließ. Auf Seiten der ersatzgeschwächten Saarbrücker war eigentlich nur Rabihics Abschluss aus fünfzehn Metern die beste Möglichkeit, welche Martin Männel jedoch problemlos parierte (23.). So ging es mit einem torlosen Remis in die Pause.
Die zweite Hälfte brachte keine Veränderung. Den Veilchen fehlte im letzten Angriffsdrittel die Präzision, das letzte Quäntchen Glück und die Entschlossenheit, die gut vorgetragenen Spielzüge auch mit einem Torschuss abzuschließen. Doch das sollte sich ab der 58. Minute schlagartig ändern. Der bereits acht Minuten zuvor mit Gelb bedachte Ex-Auer Rizzuto sah nach dem Verhindern eines Konters gegen Sean Seitz folgerichtig die Ampelkarte. Nach kurzen Handgreiflichkeiten und Beratungen des Schiedsrichtergespanns um Timo Gansloweit erhielten auch die beiden Streithähne Marcel Bär sowie Uaferro Gelb. Die Überzahl-Situation spielte Aue sprichwörtlich in die Karten. Noch konnte FCS-Schlussmann Patorek die Hereingabe von Killian Jakob abfangen (62.) und wenig später einen sehenswerten Weitschuss von Mirnes Pepic parieren, doch bei Borys Tashchys Nachsetzen war er machtlos. Nach Vorarbeit von Marvin Stefaniak über die linke Seite wurde sein Schussversuch im Fünfmeterraum noch geblockt, doch aus dem Gewühl heraus konnte der Ukrainer sein erstes Saisontor feiern (65.).
Dennoch, mit einem Mann weniger und einem Rückstand vor der Brust, konnten die seit sieben Partien ungeschlagenen Saarländer bereits im letzten Spiel gut damit umgehen, erzielten spät noch den Ausgleich. Damit es im Gebirge erst gar nicht so weit kommt, legte Sean Seitz nach (74.). Ein überragendes Zuspiel von Kilian Jakob in die Spitze erreichte Borys Tashchy gerade noch vor dem weit herausstürmenden Saarbrücker Schlussmann. Das Querlegen sowie den Abschluss ins leere Tor war für den mitgelaufenen Sean Seitz dann nur noch Formsache. Die Veilchen blieben hungrig, waren längst im Dauerangriffsmodus und belagerte das Tor der Gäste. Doch weder Borys Tashchy (80./86.) noch Marco Schikora (81.) konnten diese Dominanz in weitere Tore ummünzen. Fast schon fahrlässig, denn gegen Ende kamen die Saarbrücker wieder besser ins Spiel und Martin Männel musste gegen Boeder und Brünker in höchster Not retten.
Danach war es geschafft, der ersehnte Heimsieg nach drei Niederlagen in Folge. Saarbrücken bleibt halt doch ein gern gesehener Gast. Im vierten Spiel feiert Aue zu Hause den vierten Sieg bei 8:1 Toren und fügt dem FCS auch gleich die erste Auswärtsniederlage der Saison zu. Im kommenden Gastspiel bei der Viktoria aus Köln hängen die Trauben aber wieder höher, sind die Rheinländer im Sportpark Höhenberg noch ungeschlagen (3S-2U-0N).
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