FC Erzgebirge Aue - SpVgg Greuther Fürth 'Glücklicher Punktgewinn'
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Von Beginn an agierten die Lila-Weißen überraschend nervös sowie fehlerhaft im Spielaufbau und wurden dafür prompt mit dem frühen Rückstand bestraft. Dimitrij Nazarovs schwacher Rückpass auf Martin Männel konnte der Fürther Nielsen locker abfangen und legte dann quer auf den nachrückenden Ernst, der wenig Mühe hatte, den Ball aus elf Metern über die Linie zu drücken (6.). So machten sich die Veilchen das Leben selbst schwer. Zwar bemühten sich die Hausherren um eine Reaktion, fürs Erste jedoch wurde der gegnerische Strafraum gar nicht erreicht. Als dann die Partie in der 17. Minute nach dem Zusammenprall zwischen Fürths Torhüter Burchert und seinem Mitspieler Mavraj, der benommen zu Boden sank und nach einer Behandlungspause wieder ansprechbar war, für fünf Minuten unterbrochen war, konnte Aue im Anschluss den Schockmoment bei den Franken für sich nutzen. Philipp Riese trat einen Eckstoß von der rechten Seite. Nach Kopfballverlängerung von Florian Ballas und einer kurzen Flippereinlage im Fürther Strafraum hatte Sören Gonther schon den Torjubel auf den Lippen, doch kratzte Sarpei den Kopfball von der Linie. Allerdings blieb das Leder immer noch gefährlich und nach weiteren turbulenten Abwehr- und Torschussversuchen war Florian Krüger zur Stelle und rammte die Kugel mit dem linken Fuß zum 1:1 in die Maschen. Bis zur Pause kamen beide Teams zu weiteren Chancen, die allerdings aus teils haarsträubenden Fehlpässen des Gegners resultierten. Pascal Testroet scheiterte für Aue (34.), auf der anderen Seite vergaben Nielsen (37.) und Raum (38.) beste Möglichkeiten.
Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte erneut die Mannschaft von Stefan Leitl. Ernst schoss aus zentraler Position erst daneben (47.), dann kratzte Martin Männel eine etwas unterschätzte Flanke des Fürthers mit den Fingerspitzen aus dem Winkel (49.). Es waren beste Chancen vorhanden, um die Überlegenheit der Franken auch im Ergebnis deutlich zu machen. Doch einen weiteren Gegentreffer konnten die Veilchen, deren eigene Angriffsbemühungen gänzlich überschaubar blieben, verhindern. Das frühe Stören des Kontrahenten zwang die Auer vermehrt zu langen Bällen, die zur leichten Beute für die Spielvereinigung wurde. “Es ging teilweise drunter und drüber, zeitweise war es auch etwas unansehnlich von unserer Seite”, musste auch Dirk Schuster feststellen. Auch sein Wechsel in der offensiven Schaltzentrale zwischen Dimitrij Nazarov und Jan Hochscheidt verpuffte. Hinzu kamen viele technische Mängel und daraus resultierende Ballverluste, die einen geordneten Spielaufbau immer wieder hemmten. Es lief einfach nichts zusammen.
Erst ab der 70. Minute wurden die Aktion etwas zwingender. Pascal Testroet war auf der linken Seite durchgebrochen, sein abgefälschtes Zuspiel landete im Rücken von Florian Krüger. Doch dessen überhasteter Schuss aus der Drehung geriet zu hoch. Kurz darauf zog Philipp Riese halbrechts an der Strafraumkante ab, zirkelte die Kugel mit dem linken Fuß ebenfalls am Torwinkel vorbei (72.). Es sollte nur ein kurzes Strohfeuer bleiben, denn danach übernahmen die Kleeblätter wieder das Geschehen. So hatten die Veilchen Glück, dass Leweling allein vor Martin Männel den Ball zweimal nicht richtig traf (77. / 86) und Hrgota (87.) den Siegtreffer für Fürth in der Schlussphase verpasste. So konnte der FCE wenigstens den einen Punkt im Erzgebirgsstadion feiern.
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